INTERNET:
WLAN (Wireless-Computerfunk),
PLC (Powerline Communication)...
UND GESUNDHEIT
WLAN- (Wireless Local Area Network) Anlagen gewinnen seit ein paar Jahren rasch an Verbreitung. Es scheint so bequem, von überall her in der Wohnung oder im Büro ohne Kabel direkten Zugang ins Internet zu haben. Und die WLAN-Router, mit denen die Verbindung zum Telefon-Festnetz hergestellt wird, sind viel kostengünstiger als eine Kabelinstallation an mehrere Orte hin. Städte setzen ihren Ehrgeiz darein, „elektronische Kommunikations-Pioniere“ zu sein. Universitäten, Hotels, ja sogar Spitäler (!) glauben nicht mehr ohne WLAN auskommen zu können. Der Preis ist eine weitere Erhöhung des allgemeinen elektromagnetischen Strahlungspegels. – Die Gegenbewegung hat jedoch bereits eingesetzt. Begonnen hat sie 2008 mit dem Abschalten von WLAN in Pariser Bibliotheken. 2009 folgen Schulen in Grossbritannien und Frankreich.
Statt dessen wird daher oft Powerline Communication PLC (auch dLAN, Homeplug...) angeraten. Aber auch PLC, das „Internet über die Steckdose“, strahlt ! Empfindliche Menschen nehmen die von den häuslichen Elektroinstallationsdrähten und -kabeln ausgesandte PLC-Kurzwellenstrahlung anhand gewisser Beschwerden sehr wohl wahr.
Material zu Ihrer Information und zum Weiterverbreiten
- Flugblatt Gesundheitsrisiko WLAN Format A5: Ausdrucken, doppelseitig kopieren, entzweischneiden (ergibt zwei Flugblätter) und weiterverteilen!
Hier
- Grosses Infoblatt WLAN Computer-Funkverbindung Tatsachen und Tipps zur Vermeidung oder Verminderung der Strahlung, 2 A4-Seiten
Hier - Infoblatt Ein Beispiel gesundheitlicher Störungen durch WLAN Ein Geschäftsführer hat massive Beschwerden, bis die Ursache in der Suchsignale sendenden WLAN-Funkkarte seines Notebooks gefunden wird
Hier - Fachartikel WLAN - das drahtlose "Überallnetzwerk" Technik, Strahlungsbelastungen, Handlungsempfehlungen. 11 Seiten
Hier - Buchauszug Strahlend ins Internet: WLAN "Als hätten wir nicht schon genug Funkbelastungen von draussen, ständig zunehmend, kein Ende in Sicht. Oft noch schlimmer..." 4 Seiten
Hier - Erlebnisberichte Die Gefahren von Mobilfunk und Wireless LAN Zwei betroffene Studenten der TU München berichten (sehr lesenswert)
Hier
The Sun, 24.07.2009
Ich bin allergisch auf WLAN-Strahlung
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Von DAVE MASTERS
Für Steve Miller bedeutet jeder Besuch der Einkaufsstrasse seines Wohnortes die Hölle auf Erden. Es wird ihm schlecht und schwindlig und bringt ihn durcheinander.
In den Pubs geht es ihm ebenso, und er kann keine Züge, Flughäfen oder Hotels benutzen ohne quälende Kopfschmerzen.
Aber Steve leidet nicht unter irgendeiner seltsamen Phobie. Er ist allergisch auf WLAN.
Schlimm für ihn – und für die übrigen zwei Prozent der Bevölkerung mit Elektrosensibilität – ist die Tatsache, dass immer mehr Leute das Signal der drahtlosen Internetverbindung auf ihre Umwelt loslassen.
Steve sagte: „Ich fühle mich wie im Exil auf meinem eigenen Planeten. Heutzutage ist es fast unmöglich, einen Ort ohne WLAN zu finden. Wenn ich Lust auf ein Bier habe, muss ich drei Meilen weit zum einzigen Pub fahren, der noch keins hat. Ich kann nicht einfach einkaufen gehen, weil ich in den Läden fast überall Probleme kriege. Wo immer ich WLAN spüre, muss ich fliehen.“
Da Steve auf diesen „Elektrosmog“ besonders empfindlich ist, wird ein Umzug für ihn zum Albtraum, denn die aus den Nachbargebäuden hereindringenden Signale könnten ihn krank machen.
Es hat das Einkommen des Top-DJ auch bereits um Tausende von Pfund vermindert. Bevor Steve auf WLAN allergisch wurde, war er Resident-DJ im grossen Pacha-Club auf Ibiza. „Ich habe in Europa jede Menge Auftritte als DJ verpasst, weil ich keine Unterkunft ohne WLAN finde. Die meisten Hotels haben es, und auch alle Flughäfen. Ich kann nicht einmal den Zug nehmen, weil sie es auch dort haben.“
Nur in seinem gegenwärtigen Heim geht es Steve gut. Er lebt in einem alleinstehenden Haus in einem Dorf bei Falmouth, Cornwall. Die fast einen halben Meter dicken Steinwände des Hauses schirmen die Strahlung ab.
Aber seit er und seine Freundin Linda sich zum Umzug entschlossen haben, suchen sie vergeblich einen Ort, der weit genug von allen Strahlungsquellen entfernt ist. Steve sagte: „Ich kann keinen Nachbarn näher als 50 Meter haben. Ich will mich doch nicht in meinem eigenen Haus ständig krank fühlen. Und es gibt keine Medikamente dagegen.“
Steve – bei seinen Clubfans eher unter dem Namen „Afterlife“ bekannt – führt nun immer einen WLAN-Detektor mit sich, damit er Problemgebiete meiden kann. Sein Leiden wurde ihm erst vor zwei Jahren bewusst, als er im Studio eines Kollegen aufkreuzte, wo kurz zuvor WLAN installiert worden war. Seine Freundin und er fühlten sich beide schlecht, hatten Kopfschmerzen und Schwindel, und sie mussten um die Konzentration kämpfen. Deshalb schalteten sie den WLAN-Router ab, um herauszufinden, ob es ihnen besser ginge... und siehe, die Beschwerden waren weg.
Steve sagte: „Einige meiner Freunde oder deren Familienmitglieder leiden auch unter WLAN, aber sie merken es erst jetzt, wo es immer verbreiteter wird.“
Kopfschmerzen
„Noch immer gibt es viel zuwenig Aufklärung darüber“, meinte er.
Die Schädlichkeit von WLAN gilt nicht als wissenschaftlich gesichert. Aber vor drei Monaten forderten Lehrer aufgrund gesundheitlicher Bedenken, es solle in den Schulen verboten werden, und die Regierung solle die biologischen und thermischen Auswirkungen untersuchen. Vor zwei Jahren empfahl die deutsche Regierung sogar, WLAN zugunsten der konventionellen Kabelverbindung zu meiden.
Steve findet, der Sache müsse auf den Grund gegangen werden. Er glaubt, dass viele Leute darunter leiden, ohne sich der Ursache bewusst zu sein. „Ich bin überzeugt, dass die Kopfschmerzen, die die Leute bei der Arbeit kriegen, meistens davon herrühren“, fügte er an. „Ich habe mit Freunden gesprochen, die in Büros arbeiten, und die wegen ihrer täglichen Kopfschmerzen schliesslich bei einem Leben mit Schmerzmitteln gelandet sind. Als sie aber die Sender abschalteten, hörten auch die Kopfschmerzen auf. Es gibt viele Einzelberichte, wonach die Strahlung bissig und müde macht, den Schlaf stört, Auseinandersetzungen und sogar den Bruch von Beziehungen verursacht.“
„Ich rate den Leuten, zu Hause das WLAN abzuschalten und zu beobachten, ob sie sich dann anders fühlen. Sie könnten sehr überrascht sein.“
Link zum Originalartikel
Übersetzung durch www.buergerwelle-schweiz.org
31.07.09
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THE SUNDAY TIMES
4. Januar 2009
„WLAN macht uns alle krank. Das müssen wir stoppen“
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Von Amy Fallon und David Paul
Stadtbewohner reklamieren, dass sie unter Panikattacken, Hautausschlägen, Kopfschmerzen und Schwindel leiden, seit die Strassen zu einer der ersten Zonen mit drahtlosem Internet in Britannien wurden.
Engagierte Bewohner machen geltend, der Elektrosmog von sechs in Glastonbury, Somerset, installierten Antennen, die seit sieben Monaten Mikrowellenstrahlung aussenden, habe die Gesundheit von 40 Prozent der 10'000 Stadteinwohner geschädigt.
Leitende Behördenmitglieder hatten £ 30'000 in ein stadtweites WLAN-System gesteckt, weil sie dachten, das wäre gut für das lokale Gewerbe und den Tourismus.
Aber manche Bewohner sagen, sie hätten so sehr unter den Symptomen gelitten – auch unter plötzlicher Übelkeit, Schweissausbrüchen oder extremer Müdigkeit – dass sie nicht mehr durch die Stadt gehen können. Andere haben sich sogar zum Wegzug entschlossen.
Die Psychologin Lynda Kane (58) und ihr Mann Stephen (52) haben sich 6'000 Meilen entfernt in San Francisco ein neues Heim aufgebaut, weil sie sich so krank fühlten, nachdem der Rat der Grafschaft Somerset das WLAN-System hatte installieren lassen.
„Ich dachte, ich sei erneut in den Wechseljahren“, sagte Lynda. „Mir verschwamm alles und ich war müde; da machte mich jemand auf die Antenne aufmerksam, die knapp 20 Meter vor unserer Haustüre montiert worden war. Bevor wir dann wegzogen, lebten wir in Bed&Breakfast-Unterkünften an Orten, wo das Signal nicht so stark war. Da merkten wir sofort die Veränderung.“
Mit Natalie Fee (30) hat eine weitere Einwohnerin von Glastonbury das Stadtzentrum verlassen. Wegen der Sorge um die Gesundheit ihres fünfjährigen Sohnes Elliott wohnt sie jetzt in einem neuen Heim ausserhalb der WLAN-Zone.
„Ich will nicht, dass mein Sohn diesem Risiko rund um die Uhr 24 Stunden lang ausgesetzt ist, auch in der Primarschule, welche in der WLAN-Zone liegt“, sagte Natalie.
„Viele Eltern sind besorgt darüber, dass ihre Kinder einem Experiment unterworfen sind, aber sie haben in dieser Sache keine andere Wahl. Niemand sagte 'Eure Schule wird in der WLAN-Zone sein', und vor allem in bezug auf die Kinder, die in der WLAN-Zone wohnen, gab es nicht genug Rücksprache. Am liebsten wäre es mir, wenn die Antennen entfernt würden. Vielleicht wird das auch geschehen, und hoffentlich ist es dann nicht zu spät.“
Der Rat der Grafschaft Somerset will an einer Sitzung gegen Ende dieses Monats überdenken, ob er die Anlage in Glastonbury beibehalten will.
Ein Ratssprecher sagte: „Wir nehmen Sicherheitsbedenken stets ernst, aber wir sind absolut zuversichtlich, dass das WLAN-Projekt für niemanden in Glastonbury ein Gesundheitsrisiko darstellt.“
Öffentliche WLAN-Systeme werden jetzt in vielen Städten und Stadtzentren im ganzen Vereinigten Königreich geplant.
Im Jahr 2006 bekam Norwich die erste derartige Anlage; eine weitere läuft jetzt entlang des Strandes von Brighton – trotz Opposition aus der lokalen Gruppe der Friends of the Earth der Baderegion an der Südküste.
Pläne zur Installation eines £ 60'000 kostenden Systems in Leyland, Lancashire, wurden durch den Rat von South Ribble aufgeschoben, so dass die Gesundheitsrisiken weiter abgeklärt werden können. Initiantin dieser Aktion war die Einwohnerin Margaret White.
„Wenn das in der Stadt eingeführt wird, dann strahlt es in jede Wohnung hinein. Manche mögen ganz einverstanden sein, aber andere haben damit Probleme“, erklärte Mrs White. Sie sagt, europäische Gesundheitsberichte hätten den Behörden eine Verringerung der Strahlung von WLAN-Antennen empfohlen.
Der Rat von South Ribble will gegen Ende des Jahres zu einem endgültigen Entscheid über grünes Licht für die WLAN-Anlage in Leyland kommen.
Das Ratsmitglied Cliff Hughes sagte: „Im Vereinigten Königreich gibt es mehr als 1000 WLAN-Systeme, die ihren Dienst an öffentlichen Plätzen wie Restaurants, Hotels, Cafés und Flughäfen tun. Die Frage, wie WLAN die Gesundheit der Leute beeinflusst, ist während mehrerer Jahre untersucht worden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sagt, niedrige Langzeitstrahlung habe keine gesundheitlichen Auswirkungen. Auch die Regierung sagt, es gebe kein Risiko.“
Aber ein Sprecher von Mast Sanity, einer Gruppe, die sich für eine unschädliche Mobilkommunikation einsetzt, sagte: „Wir sind der Ansicht, dass WLAN in Glastonbury sofort abgebaut werden sollte. Es gibt wissenschaftliche Hinweise, dass die Strahlung langfristig zu DNA-Schäden und Krebs führen kann.“
Im vergangenen Juni schalteten vier Bibliotheken in Paris ihre WLAN-Anlagen ab, nachdem sich Mitarbeiter über gesundheitliche Probleme beklagt hatten.
Übersetzt durch Bürgerwelle Schweiz
09.06.09
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SNASUB-FSU Bibliothèques universitaires
FSU-BNF Bibliothèque nationale de France
SUPAP-FSU Ville de Paris
Pressemitteilung und Artikel als pdf-Datei
Pressemitteilung
Paris, 13. Mai 2009
Gesundheit: WLAN-Moratorium an der Sorbonne Paris III
Anlässlich der letzten Versammlung des Comité Hygiène et Sécurité (CHS) der Universität Sorbonne Paris III wurde den Teilnehmern durch deren Präsidentin, Frau Lemardeley, ein Moratorium betreffend WLAN-Antennen angekündigt.
Dieses Moratorium betrifft alle Einrichtungen, die mit Paris III zusammenhängen:
Bibliothek Sainte-Geneviève (5.), Bibliothek Sainte-Barbe (5.), Bibliothek für orientalische Sprachen (7.), Dokumentationszentrum der Faculté de Censier (5.).
Dieser Beschluss ist ein Beitrag zur aktuellen Debatte in der von der Regierung organisierten „Grenelle“ über elektromagnetische Strahlung, wo auf Initiative der Organisation „Robin des Toits“ ein Versuch im Massstab 1:1 mit der Anwendung eines Grenzwertes für Mobilfunkstrahlung von 0.6 Volt pro Meter vorgeschlagen wird. Zu diesem Versuch haben sich sechs Gemeinden bereit erklärt.
Im Mai 2008 war in der Bibliothek Sainte-Geneviève die WLAN-Anlage abgestellt worden, nachdem Mitarbeiter von ihrem gesetzlichen Recht auf Fernbleiben Gebrauch gemacht hatten. Seit Anfang 2009 ist dort der Internet-Zugang mit Kabel installiert.
Im April 2008 hatte die Französische Nationalbibliothek (BNF) – François-Mitterand (13.) nach Diskussionen über die gesundheitlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung, die von der Gewerkschaft FSU an der BNF geführt wurden, anstelle der WLAN-Anlage die Installation eines verkabelten Internet-Zuganges beschlossen.
Dieser Beschluss war die Folge eines WLAN-Moratoriums in der Stadt Paris vom November 2007. Vier Bibliotheken hatten damals die WLAN-Anlage abgestellt, dies nach einer Versammlung des CHS der Kulturdirektion, deren Tagesordnung von der Pariser Gewerkschaft SUPAP-FSU vorgeschlagen worden war.
Pressekontakte:
SNASUB-FSU Paris III: Gabriel Fondet 01 46 61 38 20
FSU BNF: Cédric Dameron 01 53 79 51 56
SUPAP-FSU: Bertrand Pieri 01 44 70 12 80 (82)
Quelle: www.robindestoits.org
Übersetzung Bürgerwelle Schweiz
19.05.09
Europe 1
13.05.2009
WLAN auf Bewährung in mehreren Pariser Bibliotheken
An der Universität Sorbonne Paris III wurde bei der letzten Sitzung des Comité Hygiène et Sécurité ein WLAN-Moratorium angekündigt. Ein Entscheid, der mitten in die Debatte über die Schädlichkeit der Strahlung platzt.
Der Beschluss betrifft die Bibliotheken von Sainte-Geneviève und Sainte-Barbe, die Bibliothek für orientalische Sprachen sowie das Dokumentationszentrum der Faculté de Censier. Anlässlich der letzten Sitzung des Comité Hygiène et Sécurité hat die Universität Sorbonne Paris III mitgeteilt, sie habe ein Moratorium ausgesprochen, um die WLAN-Antennen für den drahtlosen Internet-Zugang in diesen Forschungseinrichtungen ausser Betrieb zu setzen.
Seit dem Beginn der „Grenelle“ über elektromagnetische Strahlung, die sich mit dem Mobilfunk und den Antennen befasst, tritt dort die WLAN-Frage immer öfter in den Vordergrund, obwohl dieses Thema nicht angesprochen werden sollte. Die Stadt Hérouville-Saint-Clair im Calvados hat ebenfalls beschlossen, WLAN in den Schulen bis Ende Jahr abzuschalten.
„Das Gesundheitsproblem (infolge der WLAN-Anlagen Red.) ist dasselbe wie beim Mobilfunk“, versichert Etienne Cendrier, Sprecher der Vereinigung Robin des Toits. In den Pariser Bibliotheken haben sich denn auch mehrere Mitarbeiter über Gedächtnis- oder Wortfindungsschwierigkeiten, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel beklagt und WLAN dafür verantwortlich gemacht.
Die Wissenschaftler sind in dieser Frage zurückhaltender. Für Martine Hours, Ärztin und Epidemiologin am Nationalen Forschungsinstitut und verantwortlich für das Transportwesen und dessen Sicherheit, ist es allgemein so, dass „WLAN relativ schwach strahlt“ und wenn, dann vor allem „während der Übertragung grosser Datenmengen“. Die Pariser Stadtverwaltung hatte 2007 in mehreren städtischen Bibliotheken die Durchführung einer Studie angestossen. Die Messungen hätten einen Strahlungspegel ergeben, der „80 bis 400 mal tiefer als der niedrigste Richtwert“ lag.
Übersetzung Bürgerwelle Schweiz
19.05.09
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Powerline Communication (PLC): Auch das „Internet über die Steckdose“ strahlt !
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PLC, dLAN, Homeplug... alles Bezeichnungen für dasselbe: Will man aus Strahlungsgründen kein WLAN für den drahtlosen Internet-Zugang, so wird einem heute oft das „Internet über die Steckdose“ angeraten, welches bezüglich Elektrosmog unbedenklich sei. Das ist es jedoch nicht.
1. Was ist Powerline Communication (PLC)?
PLC ist Datenübertragung über Stromleitungen. Die Datensignale haben ihre Frequenz exakt im Bereich der Kurzwellen-Radiofrequenzen (KW), also im Bereich von etwa 1...30 Megahertz.
Es gibt grundsätzlich zwei Anwendungen:
- Inhouse- oder Indoor-Powerline: Die Datenkommunikation geschieht über die 230V-Elektroinstallationsleitungen innerhalb des Hauses. Die Datensignale, die vom ADSL-Modem ausgehen, werden über die „Powerline-Brücke“ in eine Stromsteckdose eingespeist. Am entfernten Arbeitsplatz werden diese Datensignale mittels eines speziellen Adapters aus einer Stromsteckdose empfangen und dem dortigen Computer zugeleitet.
- Outdoor-Powerline: Die Datenkommunikation geschieht über die 230V/400V-Verteilleitungen des örtlichen Elektrizitätswerkes zwischen der Ortsnetz-Trafostation und den Hausanschlüssen des entsprechenden Quartiers.
2. Alles über Kabel : Also kein zusätzlicher Elektrosmog?
Doch! Alle Installationen der Elektrizitätsversorgung, welche die PLC-Signale weiterleiten, strahlen diese Signale auch an die Umgebung ab. Das kann man hören: Mit einem Radioempfänger empfängt man auf Kurzwelle (KW) ein Geknatter. Die auf Kurzwelle arbeitenden Funkamateure opponieren wegen dieser Störungen gegen PLC.
Gewiss ist PLC, das Internet über die Steckdose, recht praktisch. Wie bei WLAN („Wireless“) braucht man auch bei PLC keine Kabel quer durch die Wohnung zu legen oder für teures Geld vom Elektroinstallateur Leitungen und Netzwerksteckdosen installieren zu lassen.
Aber wer bei sich zuhause ein PLC-System installiert, der muss wissen, dass er dadurch seine gesamte Elektroinstallation mitsamt allen Verlängerungs- und Anschlusskabeln zur idealen Kurzwellen-Sendeantenne macht! Ideal deshalb, weil die funktechnisch optimale Länge einer Kurzwellen-Sendeantenne von mehreren Metern (¼ der Wellenlänge) ungefähr in der Grössenordnung der Leitungslängen der Elektroinstallation liegt.
Ein eingeschaltetes Inhouse-PLC-System sendet also bei jeder Datenübertragung Störungen im Frequenzbereich von z.B. rund 4...21 Megahertz aus. Diese Störungen sind als elektromagnetische Strahlungs-Immissionen im ganzen Haus messbar, falls die Elektroinstallationsleitungen nicht abgeschirmt sind – und das sind sie meistens nicht.
3. Inhouse-PLC: Leistung „sehr gering“, also „unschädlich“?
Die Leistung des Inhouse-PLC-Systems ist mit max. 100 Milliwatt tatsächlich geringer als z.B die Spitzenleistung eines DECT-Schnurlostelefons, eines WLAN-Routers oder eines Bluetooth-Senders (siehe „dLAN“ in der untenstehenden Grafik).
Für die effektiven Immissionswerte ist jedoch nicht allein die elektrische Leistung des Gerätes massgebend. Die Antennenform spielt auch eine Rolle. Je nach Anordnung verstärkt die weitverzweigte Elektroinstallation als „Sendeantenne“ die Strahlungswirkung („Antennengewinn“).
Ausserdem ist für Wirkungen auf den Organismus, vor allem auf das Nervensystem, nicht nur die Strahlungsintensität, sondern auch die Art der Strahlung massgeblich, also z.B. die Pulsfrequenz, die Signal-Frequenzbandbreite und die Struktur der Einzelsignale. Es gibt aggressivere und weniger aggressive Strahlungsarten.
Man kann also von einer geringeren Sendeleistung nicht ohne weiteres auf geringere gesundheitliche Auswirkungen schliessen. Erfahrungstatsache ist jedenfalls: Die PLC-Abstrahlung verursacht elektrosensiblen Personen spontane Beschwerden (siehe Punkt 4).
4. Gesundheitliche Auswirkungen der Inhouse-PLC-Strahlung
Die breitbandige PLC-Strahlung wird von manchen elektrosensiblen Personen als eine aggressive Strahlung wahrgenommen, dies trotz der geringen elektrischen Leistung der Anlage. Drei Fallbeispiele aus der baubiologischen Messpraxis:
- In einem Einfamilienhaus wurden Mitte September 2006 ein DECT-Telefon und eine PLC-Anlage installiert. Das DECT-Telefon war am Arbeitsplatz der Frau unmittelbar hinter ihrem Rücken platziert. Von diesem Zeitpunkt an empfand sie das ganze Haus „wie unter Strom stehend“. Sie hatte Herzrasen, Schweissausbrüche, Zuckungen an Schultern und Armen, Kribbeln bis in die Fingerspitzen und Zehen, Ohrgeräusche und Schlafprobleme, seit anfangs 2007 extrem stark („manchmal zwei Nächte hintereinander keine Minute Schlaf; am Morgen völlig 'am Rumpf' “); sie ass fast nichts mehr. – Dem Rat eines Fachmanns folgend nahm sie Ende Februar 2007 das DECT-Telefon ausser Betrieb, was jedoch noch keine durchgreifende Besserung brachte. Erst als die PLC-Anlage, deren Strahlung auch im Schlafzimmer deutlich gemessen werden konnte, eliminiert war, konnte sie wieder schlafen.
- Im Wohnhaus eines elektrosensiblen Ingenieurs waren im März 2009 Messungen zu machen. Trotz von ihm selbst durchgeführter, wirksamer Abschirmungen gegen Mobilfunkstrahlung fühlte er sich noch nicht wohl. Während der Suche nach der Ursache (möglicherweise hochfrequente Störungen, von aussen mit der Erdung über die Hauswasserzuleitung eingeschleppt) berichtete er, was ihm sonst noch besondere Probleme verursacht: „WLAN-Strahlung; die kabellose Bluetooth-Maus; das Handy des Nachbars im Zug...“ Bei der Erwähnung von PLC lachte er: „PLC? Eine solche Anlage hatte ich hier installiert – aber nicht lange. Ich ertrug sie überhaupt nicht.“.
- Eine Frau, deren Haus im April 2009 bezüglich Elektrosmog auszumessen war, erwies sich als mittelstark elektrosensibel. Immerhin hatte sie vor einiger Zeit eine PLC-Anlage wieder abgebaut, weil sie während der Arbeit im Internet jeweils ein – wie sie es ausdrückte – starkes, sehr unangenehmes „Nerven-Vibrieren“ empfand. Dieses Symptom war nach der Umstellung auf Netzwerkkabel verschwunden.
Im zweiten und dritten Fall kamen die Betroffenen durch eigene Erfahrung ganz von alleine zum Schluss, dass sie PLC nicht vertrugen, dies entgegen den üblichen Beteuerungen, dass PLC völlig unbedenklich sei, da es sich nicht um drahtlose Kommunikation handle.
Im ersten Fall wurde die PLC-Anlage auf Ratschlag des Messfachmanns hin entfernt. Die ebenfalls elektrosensible Tochter (für sie war die PLC-Anlage eingerichtet worden) hatte nach der Entfernung der PLC-Anlage die Empfindung „jetzt ist das Haus ruhig“. Vom selben Moment an hatte sie ausserdem keine Ohrgeräusche mehr.
5. Funkamateure gegen PLC
Der Funkamateur Werner H. Berli (HB9US) schreibt unter dem Titel „PLC-Inhouse-Netze oder die grosse Unvernunft“ aufgrund eigener Versuche: „... Die Amateurbänder werden nicht oder nur ungenügend ausgenotched [= ausgespart]. Funkgespräche in CW oder SSB werden empfindlich gestört oder gar verunmöglicht. Aber auch der Rundfunkbereich wird nicht geschützt, so werden beispielsweise die Deutsche Welle auf 9.545 MHz oder BBC-World auf 12.095 MHz in untragbarer Weise gestört...“.
Die USKA, in der die Schweizer Funkamateure zusammengeschlossen sind, schreibt: „Der Vorstand der USKA stellt sich klar gegen die Einführung von PLC und wird sich mit allen zur Verfügung stehen Mitteln dagegen zur Wehr setzen“.
Auch die deutschen Amateurfunker des DARC e.V. treten dezidiert gegen PLC auf. Dort wird vom „Störpotential der umweltverschmutzenden PLC-Technik“ geschrieben.
Leider urteilen die Funkamateure nur von ihrem eigenen Standpunkt als Kurzwellen-Nutzer aus. Den gesundheitlichen Aspekt der elektromagnetischen Strahlung beziehen sie nicht ein. Nur so ist erklärbar, dass es ihnen einfällt, WLAN als ernsthafte Alternative zu PLC zu empfehlen – ausgerechnet WLAN, bei welchem es sich um eine der biologisch aggressivsten Strahlungsarten der ganzen drahtlosen Kommunikation handelt!
6. Die Rolle der zuständigen Schweizer Bundesämter
Das Technische Handbuch NT-2721 des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) über PLC handelt im Kapitel 5.2 Elektromagnetische Verträglichkeit vom PLC-Störeffekt. Dieser Störeffekt „ ... kann Funk- und Rundfunkdienste, die die entsprechenden Frequenzbänder nutzen, beeinträchtigen. [...] Da in der Schweiz bisher noch keine spezifischen Normen für PLC-Anlagen erlassen wurden, gelten gemäss BAKOM die Grenzwerte der NB30 für den Vollzug im Fall von auftretenden Störungen.“
Ein PLC-Versuch in Fribourg mit Messungen des BAKOM hat 2002 ergeben, dass „... die durch PLC verursachten Störungen unterhalb von 10 MHz im städtischen Gebiet wegen den bereits existenten Störungen anderer Quellen eine kleine Auswirkung haben. Jedoch oberhalb 10 MHz sind die Störungen offenbar überwiegend durch PLC verursacht. Ausserdem wird der Grenzwert der Nutzungsbestimmung 30 (NB30) im städtischen Gebiet bei allen Frequenzen zwischen 2.4 und 25.4 MHz überschritten.“
Gesundheitliche Überlegungen sind nicht Gegenstand des BAKOM-Handbuches, das diesbezüglich auf das Bundesamt für Umwelt (BAFU) verweist. Das BAFU hat jedoch in seiner Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) keine Werte zur vorsorglichen Begrenzung der Emissionen von Outdoor-PLC-Anlagen festgelegt.
Für den Schutz der Gesundheit vor elektromagnetischen Feldern und Strahlung (EMF) bei Endgeräten wie Handys, Schnurlostelefonen, WLAN-Routern und eben auch Inhouse-PLC ist das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zuständig. Das BAG äussert sich jedoch in seinen EMF-Faktenblättern nicht zu PLC. – Allerdings schützen die Empfehlungen des BAG ohnehin kaum vor EMF. Zum Beispiel empfiehlt das BAG für DECT-Telefone einen Schutzabstand von 0.5 m, für WLAN-Router von 1 m, was beides völlig unzureichend, ja geradezu fahrlässig gering ist. Handelshemmnisse vermeiden hat offensichtlich Priorität vor dem Gesundheitsschutz.
7. Messungen an einer Inhouse-PLC-Anlage
Im ersten Beispiel unter 4. wurde das Spektrum der PLC-Anlage gemessen. Messpunkt war der Arbeitsplatz im Erdgeschoss, wo die PLC-Brücke angeschlossen war. Das etwa 17 MHz breite Signal in Bild 2, das von rund 4 bis 21 MHz reicht, stammt von der PLC-Anlage während der Arbeit im Internet im Obergeschoss (Zimmer der Tochter).
In Schlafzimmermitte im Obergeschoss ergab sich ein ähnliches PLC-Signal wie in Bild 2, jedoch rund 10 dB schwächer (hier nicht gezeigt). Die auffallenden Lücken im Spektrum von Bild 2 sind die Frequenzen der Amateurfunkbänder, die nicht gestört werden sollten. Die Kurzwellen-Radiosender werden aber – je nach Empfangsstärke mehr oder weniger stark – durch PLC gestört.


8. Stromzähler mit Fernauslesung über Outdoor-PLC und Mobilfunkstrahlung?
Die Technik der Zählerfernauslesung (ZFA) ist im Vormarsch. Die Fernauslesung von Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmezählern eröffnet neue Möglichkeiten für das Lastmanagement und den rationellen Energieeinsatz.
Im Vordergrund steht die ZFA für Stromzähler. Der momentane Stromkonsum (Lastgang) wird z.B. viertelstündlich gespeichert und kann nach dem periodischen Abruf der Daten lückenlos verfolgt werden. In Skandinavien, Österreich, Italien und Frankreich ist die allgemeine Einführung der Stromzähler mit Fernauslesung auch in den Haushalten im Gange. In anderen Ländern, auch in der Schweiz, laufen Pilotprojekte an.
Die Datenkommunikation erfolgt kabelgebunden über das Internet (ADSL über Telefonanbieter oder Kabel-TV) oder drahtlos über GSM/GPRS. Die elektromagnetische Belastung der Bevölkerung durch die ZFA ist bisher kein Thema. Sie ist jedoch ein massgebendes Kriterium.
Für die Datenübertragung von den Zählern zum zentralen ZFA-System ist zu fordern: Kein PLC, kein Funk |
In mehreren Ländern und gerade auch in einem deutschen Pilotprojekt werden jedoch ausgerechnet Outdoor-PLC und GPRS-Funk eingesetzt! Damit wird die betroffene Bevölkerung in unverantwortlicher Weise alltäglich einer weiter gesteigerten elektromagnetischen Belastung ausgesetzt. Selbst wenn es – wie seitens der Fachstellen angegeben – nur eine oder wenige kurze Datenübertragungen täglich sein sollten, so ist die damit verbundene zusätzliche Belastung nicht tragbar. Vor allem bei elektrosensiblen Personen können auch kurze elektromagnetische Einzelbelastungen stundenlange Nachwirkungen haben.
Wer aber garantiert, dass es künftig bei täglich bloss wenigen Datenkommunikationen bleibt? Und was, wenn die Fernauslesung der Gas-, Wasser-, Fernwärme- und Öltankdaten noch dazu kommt?
PLC ist ein weiterer Beweis, dass der Gesundheitsschutz bei der Produkteentwicklung durch die Industrie ignoriert wird. Politik und Behörden liessen der Industrie freie Bahn – mit fatalen Folgen. Jetzt sind sie dringend aufgefordert, den Ernst der Lage bezüglich der elektromagnetischen Belastung der Bevölkerung anzuerkennen und entsprechend zu handeln.
www.buergerwelle-schweiz.org
01.05.09 P. Schlegel
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Der Bürgermeister der zweitgrössten Stadt des Calvados (Normandie) will WLAN in den Schulen abschalten
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Hérouville-Saint-Clair (AFP) – Die Gemeindeverwaltung von Hérouville-Saint-Clair wird WLAN (drahtloses Internet) in den Schulen bis Ende Jahr abschalten. Dies teilte sie am Montag, vier Tage nach Beginn der Pariser „Strahlungsverhandlungen“, mit.
„Wir wenden das Vorsorgeprinzip an. Es ist unsere Aufgabe, die Gesundheit der Leute zu schützen“, erklärte der Bürgermeister Rodolphe Thomas anlässlich einer Pressekonferenz.
In dieser 24'000 Einwohner zählenden neuen Stadt in der Agglomeration von Caen ermöglichte WLAN den Schulen, sich über die Stadtverwaltung drahtlos mit dem Internet zu verbinden. Dies betrifft ein Dutzend Standorte, die nun einen individuellen Zugang zum Internet erhalten werden.
Die Gemeindeverwaltung werde ausserdem zehn Messungen der elektromagnetischen Felder auf Stadtgebiet für den Gesamtbetrag von 4'000 bis 5'000 Euro finanzieren, fügte Laurent Mata, erster Referent für nachhaltige Entwicklung, hinzu. Ziel ist es, Antennen anzupassen oder zu versetzen, wo der Messwert zu hoch ist. „Wir werden vor Gericht gehen, wenn die Betreiber sich weigern, dies zu tun“, versicherte Mata.
Hérouville-Saint-Clair wird im September eine Kampagne betreffend die Vorsorgemassnahmen zum Schutz vor der Strahlung bei der Bevölkerung, den Mobilfunkbetreibern und den Vermietern lancieren. „Die Vermieter erhalten 1'500 bis 2'500 Euro pro Monat für die Vermietung des Daches, wo die Antenne aufgestellt wird“, so Mata. Die Gesamtheit der Beschlüsse werde die Stadt 15'000 Euro kosten, sagte er.
Das CRIIREM (Zentrum für unabhängige Forschung und Information über elektromagnetische Strahlung), das sich als einzige unabhängige Vereinigung zur Messung elektromagnetischer Felder bezeichnet, gab an, es sei von rund zwanzig Gemeinden für derartige Messungen angefragt worden.
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Pressemitteilung der Stadt Hérouville-Saint-Clair vom 24. April 2009
Vorsorgeprinzip: Die Stadt Hérouville reagiert angesichts der Strahlungsgefahr
In den vergangenen Wochen haben mehrere Gerichtsbeschlüsse betreffend den Abbruch von Mobilfunkantennen die Debatte über die potentiellen Gefahren der für die Mobiltelefonie (GSM, UMTS, WLAN...) benutzten elektromagnetischen Wellen neu angefacht.
So haben im Verlauf der letzten zehn Jahre mehrere hundert internationale Studien die Risiken für die Gesundheit der Benutzer von Mobiltelefonen und für die Anwohner von Mobilfunkantennen aufgezeigt. Eine Gesamtbetrachtung all dieser Studien zeigt zum Beispiel, dass die langfristige Nutzung des Mobiltelefons das Risiko für Kinderleukämie und Hirntumor erhöhen kann.
Zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler haben angesichts der von bestimmten Patienten – Antennenanwohnern und Mobiltelefonbenutzern – entwickelten Erkrankungen öffentlich ihre Besorgnis bezeugt, und alle fordern sie gemäss dem gegenwärtigen Stand des Wissens gegenüber diesen Technologien die Anwendung des Vorsorgeprinzips.
Die Stadt Hérouville-Saint-Clair hat in Anwendung dieses Prinzips beschlossen, in den nächsten Monaten sämtliche in den Schulen installierten WLAN-Anlagen zu beseitigen, da die Kinder den verletzlichsten Teil der Bevölkerung darstellen. Ausserdem wird eine Kampagne geführt, um die Einwohner von Hérouville für die mit der Mobiltelefonie verbundenen Risiken zu sensibilisieren.
Ferner ist eine Studie mit Messungen der von den Mobilfunkantennen verursachten Immissionen auf Stadtgebiet vorgesehen. Diese Bestandesaufnahme wird der Stadt die Aufstellung eines Vorgehensplans ermöglichen, und sie wird gegebenenfalls als Grundlage für die Diskussion mit den Mobilfunkbetreibern dienen.
Übersetzungen durch Bürgerwelle Schweiz
30.04.09
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Britische Lehrer: WLAN sollte gestoppt werden
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Von Graeme Paton, Redaktor für Bildung
Telegraph.Co.UK, 8. April 2009
Laut britischen Lehrern sollte die Nutzung von drahtlosem Internet in Schulen ausgesetzt werden, dies angesichts der Behauptungen, dass die Kinder dadurch Gesundheitsrisiken ausgesetzt sein könnten.
Die Lehrer sind der Meinung, dass die Schulen „bei kabelgebundenen Computern bleiben“ sollen, bis bewiesen ist, dass die drahtlosen Netzwerke weder Krebs noch Sterilität verursachen.
Der britische Lehrerverband „Association of Teachers and Lecturers (ATL)“ mit seinen über 160'000 Mitgliedern forderte eine eingehende Untersuchung zu den biologischen und thermischen Auswirkungen von WLAN. Diese Forderung wird laut, nachdem in ganz Großbritannien fast drei Viertel der höheren Schulen und die Hälfte der Grundschulen das drahtlose Internet installiert haben.
Auf der ATL-Jahreskonferenz in Liverpool haben die Lehrer Aufrufe zur Einstellung des WLAN-Ausbaus befürwortet, bis die Gesundheitsrisiken richtig abgeschätzt werden können.
Colin Kinney, ein Lehrer der Cookstown High School in Nordirland, sagte: „Haben wir das Recht, uns bloss wegen des Zugangs zu ein paar Computern mehr den ernstgemeinten Warnungen zu entziehen? Werden es uns unsere Schüler in den kommenden Jahren danken, wenn sie steril geworden sind oder an Krebs leiden, den ihnen die Bestrahlung durch WLAN zugefügt oder gefördert hat? Mag sein, dass sie uns dann ewig dankbar sind, dass wir ihnen ermöglicht haben, ihre PowerPoint-Präsentation für den Geographieunterricht abzuschliessen. Aber sollten wir unsere Schüler zwingen, WLAN zu benützen, ohne dass Langzeit-Sicherheitsstudien durchgeführt wurden? Ich glaube nicht, dass wir das tun sollten.”
Die Gewerkschaft unterstützte Forderungen nach einer Untersuchung durch die Regierung über „bedeutende biologische und thermische Effekte” und der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse
WLAN ermöglicht die schnurlose Übertragung von Informationen mittels Funkwellen vom Telefonanschluss zum Computer und umgekehrt.
Becta, das britische Regierungsamt für Technologien im Bildungswesen, teilt mit, dass es die Nutzung dieser Technologie nicht aktiv fördert. Das Amt besteht jedoch darauf, dass damit das Kabelnetzwerk von Schulen „ergänzt” werden kann.
Annähernd 14.500 Schulen sollen Funknetzwerke installiert haben. Auch sind schon ganze Städte verbunden worden, mit Norwich als eigentliche „WLAN-Stadt“.
Die derzeitige Empfehlung des britischen Gesundheitsamtes (HPA) weist darauf hin, dass es „keine konsistenten Befunde für gesundheitliche Auswirkungen“ infolge Nutzung von WLAN-Anlagen gibt. Doch dessen Vorsitzender, Sir William Stewart, tanzte schon vor zwei Jahren aus der Reihe mit seiner Aussage, wonach deren gesundheitliche Auswirkungen überprüft werden sollten, dies angesichts von Befürchtungen, dass die von WLAN ausgehenden Gefahren noch grösser sein könnten als diejenigen von Mobilfunkmasten.
Mr. Kinney sagte auf der Konferenz: „Bleiben wir doch vorderhand bei den verkabelten Computern und anderen Geräten mit Kabel. Zwar müssen dann die Lehrer noch ein wenig länger auf ihr Informationstechnologiezentrum warten, aber zumindest tun wir etwas für die Gesundheit. Fordern wir also eine unabhängige Forschung, die nicht nur die thermischen, sondern auch die biologischen Effekte von WLAN berücksichtigt, sowie die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse.”
www.telegraph.co.uk/education/educationnews/5125161/Wifi-in-school-should-be-stopped-say-teachers.html
Deutsche Übersetzung: Diagnose-Funk und Bürgerwelle Schweiz
www.buergerwelle-schweiz.org
27.04.09
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WLAN-Strahlung: Eine Naturheilpraktikerin* berichtet
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Lehrerin am Rand ihrer Kräfte: Es war WLAN
Die Lehrerin einer kleinen Bergschule bekam immer stärkere Rückenschmerzen. Mit letzter Kraft schleppte sie sich durch den Unterricht bis zu den Sommerferien. Dann suchte sie Rat bei der Naturheilpraktikerin. Von dieser erfuhr sie, dass in solchen Fällen der Grund für die gesundheitlichen Probleme oft in hausinternen Funkstrahlungsquellen zu suchen ist. Tatsächlich war im Schulzimmer ein WLAN-Router ständig eingeschaltet, und dies zwei Meter hinter ihrem Rücken. Während der folgenden Ferienwochen begann sich die Lehrerin zu erholen. Zugleich wurde auf ihr Ersuchen hin die WLAN-Anlage demontiert. Das war offenbar die Ursache, denn nach Schulbeginn ging es ihr nicht etwa wieder schlechter, sondern weiterhin immer besser. Schliesslich hatte sie sogar die Kräfte, neben dem anstrengenden Schulunterricht zusätzlich die Regie beim Einstudieren einer Aufführung des Dorftheaters zu übernehmen.
WLAN und DECT-Telefon verursachen „Burnout“
Ein aktiver, tatkräftiger Schreiner (40) fühlte sich immer müder und kraftloser. Auch psychisch ging es ihm zunehmend schlechter. Schliesslich musste er mit der Arbeit aussetzen. Er dachte, nun habe er halt auch ein „Burnout“... Sein Arzt verschrieb ihm Psychopharmaka, aber die wollte er nicht nehmen. Statt dessen suchte er vor kurzem die Naturheilpraktikerin auf. Sie fragte ihn, ob er Geräte mit Funkstrahlung wie WLAN und DECT-Schnurlostelefon installiert habe. Tatsächlich hatte er beides. Er nahm die Geräte umgehend ausser Betrieb. Seine Erwartung, nun gleich wieder leistungsfähig zu sein, erfüllte sich allerdings nicht sofort. Es ist die Erfahrung der Naturheilpraktikerin, dass nach der Beseitigung der Strahlungsquellen in solchen Fällen meist erst nach vier Wochen therapeutischer Begleitung des Patienten eine klare Wende zur Besserung eintritt. Dies war auch in diesem Fall so. Jetzt (anfangs März 2009) ist der Schreiner so weit, dass er wieder in seine Berufsarbeit einsteigen kann. Er ist guten Mutes, dass seine frühere Leistungsfähigkeit zurückkehren wird.
Vater und Sohn durch WLAN geschwächt
Der Besitzer einer Bäckerei/Konditorei mit Café und Terrasse in einem Ferienort in den Bergen bekam einen schweren Husten, den er monatelang nicht los wurde. Alle vom Arzt verschriebenen Medikamente, die er einnahm, nützten nichts. Sein Sohn litt zur selben Zeit oft an Schmerzen, die sich vom Rücken bis ins Bein hinunter zogen. Beide waren über die Risiken der elektromagnetischen Strahlungsquellen aufgeklärt und hatten zunächst keine solchen Geräte installiert. Die Naturheilpraktikerin fragte den Sohn, wann er denn diese Schmerzen jeweils habe. Es ergab sich, dass sie immer bei der Arbeit am Computer begannen. Dort aber war seit einiger Zeit ein WLAN-Router in Betrieb. Der Sohn wollte den Gästen des Cafés die Möglichkeit der Internetverbindung anbieten. – Nach der Ausschaltung der WLAN-Anlage waren Vater und Sohn nach kurzer therapeutischer Arbeit bald gänzlich von Husten und Schmerzen befreit, und so blieb es.
*Der Bürgerwelle Schweiz bekannte, erfahrene Naturheilpraktikerin SVANAH/Naturärztin NVS, kantonal approbiert
WLAN = Wireless Local Area Network heissen die privaten oder öffentlichen Netzwerke für den drahtlosen Internet-Zugang. Der WLAN-Router (Access Point) sendet andauernd Einzelimpulse mit einer Frequenz von 10 Hertz (10 Impulse pro Sekunde), solange er eingesteckt oder eingeschaltet ist. Die Frequenz der Alpha-Gehirnwellen des Menschen beträgt 8-12 Hertz. Die WLAN-Strahlung in Wohnungen und Büros erweist sich in der Praxis immer deutlicher als eine besonders aggressive Strahlungsart. Achtung: Bei der Lieferung einer Einrichtung für DSL-Internet (Starterkit für Neukunden) gehört WLAN heute oft zur Standardausrüstung, auch wenn man den Computer nur mit Netzwerkkabel anschliessen will. Im Lieferzustand ist die WLAN-Strahlung aktiviert! Sie muss extra deaktiviert werden (Provider anrufen).
www.buergerwelle-schweiz.org
02.03.09
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Auszug aus der Mitgliederzeitung der Bürgerwelle e.V. vom Dezember 2008
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Der Widerstand gegen krankmachende Funktechnik lohnt sich!
von Siegfried Zwerenz
Patentente für strahlungsarme DECT-Telefone und WLAN-Anlagen
Seit einiger Zeit gibt es DECT-Telefone, die wesentlich weniger Strahlenbelastung als die Vorgängermodelle haben. Der Bürgerwelle liegt die Patentschrift (DE 103 45 529 B3 2005.04.14) des Deutschen Patent- und Markenamtes vor, von dem der Fa. Siemens am 14.04.2005 ein Patent erteilt wurde. Die Bezeichnung lautet: Verfahren zur Verringerung einer Strahlung in einem Funk-Telekommunikationssystem sowie zugehörige Basisstation und zugehöriges mobiles Endgerät.
Der Anmeldetag des Patentes war bereits der 30.09.2003!
Patentanmeldung zu WLAN
Bereits am 24.02.2003 hat die Swisscom AG (Schweiz) ein Weltpatent (WO/2004/075583) angemeldet mit der Bezeichnung Reduction of electrosmog in Wireless Local Networks (Reduzierung von Elektrosmog in drahtlosen lokalen Netzwerken WLAN). Bei diesem Patent handelt es sich um die Abschaltung des mit 10 Hertz gepulsten Dauersignales, wenn keine Daten übertragen werden.
Auszug aus der Patentanmeldung der Swisscom
http://www.wipo.int/pctdb/en/wo.jsp?wo=2004075583&IA=CH2003000138&DISPL
Englischer Originaltext:
„The influence of electrosmog on the human body is a known problem. The health risk from mobile radio transmitters, handys and DECT telephones has been an explosive subject among the general public at least since the enormous breakthrough in mobile radio technology in the 1990s. To meet the concerns of science from the legislative side, the permissible limit values have thus been lowered several times, and technology has been increasingly focused on this problem. The risk of damage to health through electrosmog has also become better understood as a result of more recent and improved studies. When, for example, human blood cells are irradiated with electromagnetic fields, clear damage to hereditary material has been demonstrated and there have been indications of an increased cancer risk (Mashevich M., Folkman D. , Kesar A., Barbul A. , Korenstein R. , Jerby E. , Avivi L., Department of Human Genetics and Molecular Medicine, Tel-Aviv University, Tel-Aviv, Israel,"Exposure of human peripheral blood lymphocytes to electromagnetic fields associated with cellular phones leads to chromosomal instability“, Bioelectromagnetics, 2003 Feb. , 24 (2): 82-90). In this study, for example, human peripheral lymphocytes were exposed to continuous electromagnetic fields of 830 MHz in order to examine whether this leads to losses or gains in chromosomes (aneuploidy). Bigger changes lead to instability of the genome (= the totality of all genes of a germinal cell) and thereby to cancer. The human peripheral blood lymphocytes (PBL) were irradiated at different average specific absorption rates (SAR) of 1.6 to 8.8 W/kg over a time period of 72 hours in an exposure system based on a parallel plate resonator in a temperature range of 34.5 to 37.5 °C. The average absorption rate (SAR) and its distribution in the exposed tissue culture flask were determined by combining the measurement results with a numerical analysis based on a finite element simulation code. A linear increase in the chromosome No. 17-- an aneuploidy (=numerical chromosome aberration) -- was observed as a function of the SAR, demonstrating that this radiation has a genotoxic effect. The SAR-dependent aneuploidy was accompanied by an abnormal mode of replication of the chromosome 17 region engaged in segregation (repetitive DNA arrays associated with the centromere), suggesting that epigenetic alterations are involved in the SAR dependent genetic toxicity. Control experiments (i. e. without any radio frequency radiation) carried out in the temperature range of 34.5 to 38.5 °C showed that elevated temperature is not associated with either the genetic or epigenetic alterations observed following RF radiation, these alterations being the increased levels of aneuploidy and the modification in replication of the centromeric DNA arrays. These findings indicate that the genotoxic effect of electromagnetic radiation is elicited via a non-thermal pathway. Moreover aneuploidy is to be considered as a known phenomenon in the increase of cancer risk.“
Übersetzung durch Bürgerwelle Schweiz:
„Der Einfluss des Elektrosmogs auf den menschlichen Körper ist ein bekanntes Problem. Das Gesundheitsrisiko infolge Mobilfunksender, Handys und DECT-Telefonen ist in der Öffentlichkeit ein brisantes Thema, dies zumindest seit dem enormen Durchbruch der Mobilfunktechnologie in den Neunzigerjahren. Um den Bedenken der Wissenschaft von der gesetzgeberischen Seite her zu begegnen, wurden daher die Grenzwerte mehrere Male gesenkt, und die Technologie hat sich zunehmend auf dieses Problem fokussiert. Als ein Ergebnis neuerer und verbesserter Studien wurde auch das Risiko von Gesundheitsschäden besser erfasst. Zum Beispiel wurde bei der Bestrahlung menschlicher Blutzellen mit elektromagnetischen Feldern eine Schädigung der Erbsubstanz klar nachgewiesen, und es gab Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko (Mashevich M., Folkman D., Kesar A., Barbul A., Korenstein R., Jerby E., Avivi L., Department of Human Genetics and Molecular Medicine, Tel-Aviv University, Tel-Aviv, Israel, "Exposure of human peripheral blood lymphocytes to electromagnetic fields associated with cellular phones leads to chromosomal instability”, Bioelectromagnetics, 2003 Feb., 24 (2): 82-90). In dieser Studie, als Beispiel, wurden menschliche periphere Lymphozyten kontinuierlichen elektromagnetischen Feldern von 830 MHz ausgesetzt, um herauszufinden, ob dies zu Chromosomenverlust oder -gewinn (Aneuploidie) führt. Grössere Veränderungen führen zu Instabilität des Genoms (= der Gesamtheit aller Gene einer Keim zelle) und daher zu Krebs. Die Bestrahlung der menschlichen peripheren Blut-Lymphozyten (PBL) geschah mit unterschiedlichen mittleren spezifischen Absorptionsraten (SAR) von 1.6 bis 8.8 W/kg über eine Zeitperiode von 72 Stunden in einem Expositionssystem basierend auf einem Resonator mit parallelen Platten in einem Temperaturbereich von 34.5 bis 37.5 °C. Die mittlere Absorptionsrate (SAR) und ihre Verteilung im exponierten Behälter mit der Gewebekultur wurde ermittelt, indem die Messergebnisse mit einer numerischen Analyse nach der Methode der finiten Elemente auf der Basis eines Simulationscodes kombiniert wurden. Im Chromosom Nr. 17 wurde eine in Funktion des SAR-Wertes lineare Zunahme – eine Aneuploidie (= numerische Chromosomenaberration) – beobachtet, was zeigt, dass diese Strahlung einen gentoxischen Effekt hat. Die SAR-abhängige Aneuploidie war von einem abnormalen Replikationsmodus der in Trennung befindlichen Region des Chromosoms Nr. 17 (wiederholte DNA Arrays im Zusammenhang mit dem Zentromer) begleitet. Dies legt nahe, dass an der SARabhängigen genetischen Toxizität der elektromagnetischen Strahlung epigenetische Veränderungen beteiligt sind. Kontrollversuche (d.h. solche ohne Hochfrequenzbestrahlung), die im Temperaturbereich von 34.5 bis 38.5 °C durchgeführt wurden, zeigten, dass die genetischen oder epigenetischen Veränderungen infolge HF-Bestrahlung nicht mit einer erhöhten Temperatur zusammenhängen, da diese Veränderungen in erhöhter Aneuploidie und in veränderter Modifikation der Replikation der zentrometrischen DNA Arrays bestehen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der gentoxische Effekt der elektromagnetischen Strahlung auf nicht-thermischem Weg ausgelöst wird. Ausserdem gilt Aneuploidie als bekanntes Phänomen bei der Erhöhung des Krebsrisikos.“
Fazit: Die Swisscom weiß also sehr wohl um die schädigenden Effekte der elektromagnetischen Wellen. Sie beschreibt sie sogar ausführlich in der eigenen Patentanmeldung! Vor diesem Hintergrund widerspiegeln die verharmlosenden Aussagen über gesundheitliche Schädigungen durch WLAN, wie z.B. die Aussagen des Herrn Prof. Dr. Alexander Lerchl, der WLAN für Schulen empfiehlt, ein völliges Ignorieren der Tatsachen. Prof. Lerchl nimmt eine potentielle Schädigung der Gesundheit von Schülern und Lehrern (bewusst?) in Kauf.
Die Patente von Siemens und Swisscom sind bereits im Jahre 2003 angemeldet worden. Das bedeutet, dass mit der Entwicklung hierfür mindestes ein bis zwei Jahre vorher begonnen wurde.
Ohne die Aufklärungsarbeit von Mobilfunkkritikern und den daraus resultierenden, wachsenden öffentlichen Widerstand in der Bevölkerung gegen die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Funkbelastungen hätten sich wahrscheinlich weder Siemens noch die Swisscom bemüht, die Belastung zu reduzieren.
Nachbemerkung: Trotz der Reduzierung der Strahlung von neueren DECT-Telefonen raten wir immer noch dringend von der Benutzung dieser Geräte ab. Das Umfeld wird zwar zu einem Teil entlastet, der Telefonierende setzt sich aber selbst weiterhin der Strahlung aus.
Sebastopol kündigt den Vertrag für stadtweites Gratis-WLAN
Von Eileen O´Connor
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Der Stadtrat von Sebastopol in Nord-Kalifornien (USA) stimmte am 18. März 2008 zu, einen bereits unterzeichneten Vertrag für ein stadtweites WLAN-Netz zu kündigen.
Es folgt der Bericht eines Bürgers, wie und warum es dazu kam:
„Sebastopol hatte im November 2007 einen Vertrag mit einer lokalen Internet-Firma für ein Gratis-WLAN-Netz abgeschlossen. Das Netz sollte in der ganzen Innenstadt installiert werden sowie überall wo Konsumenten es verlangen (stadtweit). Am 18. März 2008 kündigte der Stadtrat trotz des Risikos eines Rechtsstreits einstimmig den Vertrag, weil er über die gesundheitlichen Aspekte, über den Stand der Wissenschaft und die Sorgen der Elektrosensiblen unterrichtet worden war. 500 Personen, darunter viele Senioren einer Alterswohnsiedlung sowie Gesundheitsberater, Geschäftsleute und Ärzte unterzeichneten eine Petition gegen das Gratis-WLAN-Netz. Nach diesem Beschluss des Stadtrates sprach der Geschäftsführer der Internet-Firma und sicherte zu, dass er keine rechtlichen Schritte unternehmen würde.
Das kam so: Am vorangehenden Hearing hatte der Geschäftsführer Dane Jasper einen Brief erwähnt, den er am gleichen Tag der Stadt geschrieben hatte. Ich bekam seinen Brief zugeschickt und gab ihn auch den anderen weiter, sodass wir seine Stellungnahme während der Stadtratssitzung bekannt geben konnten. Ich wusste aus persönlichen Gesprächen, dass zwei der Stadträte der Sache günstig gesinnt waren. 4 von 5 waren anwesend, mindestens 12 Menschen wandten sich vor dem Stadtrat gegen den Vertrag, einer sprach dafür. Dr. Jeff Fawcett und Dr. Robert Rowen vertraten die Wissenschaft. Ein Geschäftsmann appellierte an den gesunden Menschenverstand, dass er kein WLAN in seinem Restaurant wolle und ihm die Kommunikation von Mensch zu Mensch wichtiger sei. Einige von uns präsentierten persönliche Erfahrungen mit Elektrosensibilität. Ich legte auch den Haftungsausschluss des WLAN-Vertrags zwischen SONIC und der Stadt Petaluma vor. Dieser zeigte, dass das Gratis-WLAN für die Benutzer ein gesundheitliches Risiko darstellte. Damit war bewiesen, dass dies keine Lösung im Sinne des „gleichen Zugangs für alle“ war. Sandy Tate vertrat die 72 Senioren, die eine Petition gegen WLAN in ihrem Gemeinschaftsraum unterzeichnet hatten. Insgesamt hatten wir 500 Unterschriften gegen WLAN. Man sprach über den BIOINITIATIVE-Report, und die Mitglieder des Stadtrates wurden gefragt, ob sie die DVDs, die wir für sie gemacht hatten, angeschaut hätten. Zwei Stadträte sagten, sie hätten sie gesehen.
Der Stadtrat beriet sich kurz. Der Bürgermeister versuchte, die Sache um einen Monat zu verschieben, aber die beiden mit uns solidarischen Stadträte zogen sie durch und verlangten eine Auflösung des Vertrages, trotz des Risikos rechtlicher Schritte. Die übrigen Stadträte schlossen sich dem an. Ein Mitglied des Stadtrates dankte uns für die Informationen und bezeichnete den früheren Beschluss als übereilt. Sie sagte, sie würde nun Schritte unternehmen, um die Mikrowellen-Belastung für sie und ihre Tochter zu reduzieren.
Ich war vom einstimmigen Beschluss völlig verblüfft, aber überaus dankbar und sehr erleichtert.“
Eileen O'Connor
Beauftragte des EM Radiation Trust (registrierte gemeinnützige Organisation)
20. März 2008
www.radiationresearch.org
Übersetzung Bürgerwelle Schweiz
14.09.08
www.buergerwelle-schweiz.org
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Abwarten mit WLAN in Schulen, sagt der Chef des Lehrerverbandes aufgrund von Berichten über Gesundheitsgefährdung
Daily Mail 28. Juli 2008
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Gesundheitliche Bedenken: Mit WLAN in Schulen sollte zugewartet werden bis zum Vorliegen der Resultate einer Unbedenklichkeitsuntersuchung, sagt ein Lehrervertreter.
Die derzeitige Welle des Ausbaus drahtloser Computernetzwerke in Schulen kann die Gesundheit der Kinder gefährden. Dieser Ausbau sollte gestoppt werden, und es sollte auf eine umfassende Untersuchung über die Unbedenklichkeit dieser Technik gewartet werden, sagte gestern ein Lehrervertreter.
Philip Parkin sagte, er sei besorgt über Berichte, welche die Drahtlostechnologie mit Konzentrationsverlust, Müdigkeit, Gedächtnisproblemen und Kopfschmerzen in Verbindung bringen. Der Generalsekretär von Voice, des früheren Lehrer-Berufsverbandes, glaubt, dass die Kinder einer ganzen Generation gewissermassen „Versuchskaninchen in einem Grossversuch“ sind.
WLAN-Anlagen senden und empfangen Daten mittels Hochfrequenzwellen über Distanzen von mehreren hundert Fuss. Innerhalb dieses Bereichs können Nutzer ohne Kabelverbindung im Internet surfen.
Die Schulen haben WLAN mehrheitlich bereits eingeführt – ein flächendeckendes Netzwerk hat typischerweise mindestens zehn Sendeantennen.
Mr. Parkin, dessen 38'000 Mitglieder zählender Verband in dieser Woche seine Jahreskonferenz in Daventry, Northamptonshire, abhält, befürchtet, dass WLAN-Strahlung das sich entwickelnde Nervensystem der Kinder schädigt und fordert eine Untersuchung des langfristigen Gesundheitsrisikos. Er sagte, die Schulen sollten Vorsicht walten lassen, bis die Health Protection Agency (Gesundheitsschutzbehörde) ihre Bewertung veröffentlicht habe. Er stellte jedoch die Randbedingungen dieses Bewertungsvorhabens in Frage, weil es die übrige Strahlung nicht genügend mit einbeziehe.
Voice fordert ein Moratorium für neue WLAN-Netzwerke sowie die Stilllegung vorhandener WLAN-Anlagen, wo es möglich ist. Allerdings scheint die Drahtlostechnologie ein Hauptmerkmal der im Rahmen eines umfassenden Programms durchgeführten Umbauten und Renovationen von Schulen zu sein. Ein Beirat der Regierung sagte, die Investition in kabelgebundene Einrichtungen statt in WLAN könnte „teure weisse Elefanten“ erzeugen.
Die Health Protection Agency weist gegenwärtig darauf hin, es gebe keinen Grund, warum Schulen WLAN nicht benutzen sollten.
„Ich trat in eine Giftwolke“
Die Schriftstellerin Kate Figes sagte, sie sei krank geworden, nachdem sie in ihrem Heim in Stoke Newington WLAN installiert habe.
Die zweifache Mutter erklärte, sie sei empfindlich auf die elektromagnetischen Wellen dieser Technologie. Als sie Müdigkeit und Übelkeit verspürte, nahm sie die Anlage ausser Betrieb.
Sie sagte: „Genau an dem Tag, an dem wir WLAN installierten, begann ich mich krank zu fühlen. Wenn ich zur Haustür hereinkam, hatte ich das Gefühl, in eine Giftwolke zu treten. Stell' dir vor, du würdest am ganzen Körper mit tausend Fingern gestupst.“
„Ich tat alles weg, von dem ich dachte, es könnte die Ursache für das Problem sein, unter anderem ein Schnurlostelefon, aber das brachte keine Verbesserung. Schliesslich kam ich auf den Gedanken, es könnte das WLAN sein, und so schmissen wir das raus. Von diesem Moment an fühlte ich mich besser.“
www.buergerwelle-schweiz.org
Übersetzung Bürgerwelle Schweiz
14.09.08
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Deutsche Bundesregierung warnt vor WLAN
01.08.2007
Die Grüne Bundestagsfraktion hatte an die Bundesregierung eine 14 Punkte-Anfrage mit Titel "Strahlenbelastung durch drahtlose Internet-Netzwerke" gerichtet. In der Antwort stellt sich die Bundesregierung auf einen überraschend kritischen Standpunkt. So heisst es dort unter anderem:
"Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten, das heisst herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Einsatz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann." |
Weiter bezieht man sich in der entsprechenden Beantwortung auch auf die Empfehlung des bayerischen Landtages:
"Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt in seiner Antwort auf eine Anhörung des Bayerischen Landtages, dass im Zuge der die Grenzwertregelung ergänzenden Vorsorgemaßnahmen auch im Zusammenhang mit WLAN kabelgebundene Alternativen vorzuziehen sind (Anhörung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz des Bayerischen Landtages zum Thema „Einfluss des Mobilfunks auf die menschliche Befindlichkeit“ am 7. Dezember 2006). Auch sei die Frage nach der altersabhängigen Energieaufnahme und Energieverteilung noch nicht befriedigend beantwortet. Diese Aussagen bewegten den Bayerischen Landtag, eine Empfehlung an die Schulen herauszugeben, in dem die Schulen aufgefordert werden, möglichst auf WLAN zu verzichten. Zu einer ähnlichen Empfehlung kommt Professor Lawrie Challis, Leiter des britischen Forschungsprogramms zu Mobiltelekommunikation und Gesundheit laut einer Meldung in FOXNews vom 4. Mai 2007. Er hatte dort geäußert, dass Kinder einen Sicherheitsabstand zu den eingebauten Antennen in WiFi-aktiven (Wireless Fidelity) Laptops wahren sollten, bis weitere Forschung durchgeführt worden ist." |
Textquelle: www.diagnose-funk.org
Originalquellen:
Deutscher Bundestag Drucksache 16/6022 16. Wahlperiode 06. 07. 2007
Kleine Anfrage der Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl, Cornelia Behm, Hans-Josef Fell, Winfried Hermann, Peter Hettlich, Ulrike Höfken, Bärbel Höhn, Dr. Anton Hofreiter, Undine Kurth (Quedlinburg), Dr. Reinhard Loske, Nicole Maisch, Renate Künast, Fritz Kuhn und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Strahlenbelastung durch drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN)
Antwort der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl, Cornelia Behm, Hans-Josef Fell, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 16/6022 – Strahlenbelastung durch drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN)
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Mobiles Internet: Mehr Strahlung – mehr Leiden...
Appell an alle Internetnutzer
Schweizer Version des Appells als pdf-Datei
Version international des Appells als pdf-Datei
Mit massiver Werbung drängt das mobile Internet auf den Markt. Swisscom nennt es Mobile unlimited, Sunrise T@ke Away, Orange Internet everywhere. Dazu kommen die internetfähigen Handys, iPhone, BlackBerry usw. Was fasziniert und praktisch erscheint, bedeutet jedoch für viele Menschen immer stärkere Gesundheitsprobleme. Woher diese Verschärfung der Lage?
Wer sich von einem beliebigen Ort aus drahtlos ins Internet einwählt, verursacht einen viel grösseren Datenfluss als mit einem Handygespräch. Das bedeutet, dass die Antennenmasten bei einer mobilen Internetverbindung stärker strahlen als bei einem mobilen Telefongespräch. Ausserdem wird die Kapazität der einzelnen Mobilfunk-Basisstationen viel mehr beansprucht. Immer häufiger wird es vorkommen, dass einzelne Sender ausgelastet und überlastet sind.
Wer mobil ins Internet geht, liefert also den Mobilfunkbetreibern den Bedarfsnachweis für das Aufstellen von immer mehr Antennen noch viel wirksamer als mit Handygesprächen und SMS.
Zwar sind die Betreiber beim Einreichen von Antennen-Baugesuchen rechtlich zu keinem Bedarfsnachweis verpflichtet. Unter dem Schutzschild der bundesrätlichen Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) mit ihren viel zu hohen Grenzwerten, die die Bevölkerung ungeschützt lassen, können sie ihre Netze beliebig weiter ausbauen. Aber sie haben Schwierigkeiten, diesen unaufhörlichen Netzausbau zu rechtfertigen, wenn ihnen jeweils entgegengehalten wird, die Netzabdeckung sei doch längst gewährleistet. Schlägt nun das mobile Internet beim Publikum ein und wird es eifrig benützt, so haben die Betreiber ihren Rechtfertigungsgrund. Sie werden argumentieren: Unseren Mobilfunknetzen droht Überlastung! Wir müssen mehr Antennen bauen!
Wie arbeitet das mobile Internet?
Das mobile Internet funkt über die bestehenden GSM- und UMTS-Antennennetze und über öffentliche WLAN Access Points (Hot Spots). Für eine schnellere Datenübertragung wurden der GSM- und der UMTS-Funkstandard mit besonderen Modulationstechniken „frisiert“. Bei GSM heissen die schnellen Varianten GPRS und EDGE. Noch schneller ist UMTS, und dieses wurde weiter beschleunigt mittels HSDPA[1], das eine mobile Datenübertragungsrate von bis zu 3.6 Megabit pro Sekunde erlaubt.
Die 2004 aufgeschalteten UMTS-Netze – zuerst war es vor allem das UMTS-Netz der Swisscom – waren bisher vielerorts erst wenig beansprucht. Das könnte sich jetzt mit einem massiv gesteigerten Datenvolumen der drahtlosen mobilen Internetverbindungen rasant ändern.
Bereits in den letzten Monaten konnte bei den Strahlungsmessungen ein deutliches Anwachsen der UMTS-Strahlung beobachtet werden, unter anderem weil jetzt auch Sunrise und Orange ihre (bereits bewilligten, aber oft noch nicht vollzogenen) UMTS-Aufrüstungen bestehender GSM-Antennenmasten nachholen, und weil es immer mehr internetfähige Handys gibt.
Mobiles Internet nutzt besonders aggressive Strahlung
Viele elektrosensible Menschen klagen denn auch seit Monaten über nochmals verstärkte Symptome wie zum Beispiel Dauerkopfschmerzen, starke Beinschmerzen, Schwindel, ständige Hochspannung, Unmöglichkeit einen klaren Gedanken zu fassen oder extrem verschlechterte Schlafqualität. Wer auf elektromagnetische Strahlung empfindlich ist und merkt, dass die Ursache für seine Beschwerden in einem nahen Mobilfunksender liegt, zog schon bisher oftmals weg, sobald er eine strahlungsmässig weniger belastete Wohnung gefunden hatte. Das wird nun mit der Einführung des mobilen Internets immer häufiger geschehen. Weggezogen wird manchmal sogar wegen der WLAN-Anlage eines Nachbarn. Viele haben allerdings keine Ahnung, was die Ursache ihres Leidens ist, weil sie weder die Funktechniken noch die von der Strahlung verursachten Symptome kennen.
Im Vergleich zum „normalen“ GSM werden die mit 8.3 Hertz gepulste GSM-Strahlung sowie die UMTS- und WLAN-Strahlung von den Betroffenen als noch aggressiver empfunden. Das ist die Beobachtung vieler kritischer, messtechnisch arbeitender Fachleute im In- und Ausland. Die Aggressivität der 8.3 Hertz-Pulsung bei GSM wurde bekannt durch massive Gesundheitsprobleme in Oberammergau (Bayern). Bezüglich UMTS wird die Plausibilität der Beobachtung gestützt von einer Studie, die bei UMTS im Vergleich zu GSM eine zehnfach erhöhte Schädigung der Erbsubstanz fand[2]. Leider lässt sich die herrschende Wissenschaftsmeinung bisher davon nicht beeindrucken. Wenige Wissenschaftler haben den Mut, sich mit ihren Bedenken öffentlich zu exponieren.
Menschen, die von der unsichtbaren Strahlung nichts spüren, können sich die durch diese Strahlung verursachte Beeinträchtigung der Lebensqualität und die Qual und Verzweiflung besonders stark Betroffener nur schwer vorstellen. Aber die Realität der Strahlungsauswirkungen ist evident. Die Zahl der Betroffenen nimmt stetig zu. Einbildung kann meist ausgeschlossen werden. Zuerst stellen die Betroffenen neu auftretende oder sich verstärkende Symptome fest; erst hinterher stossen sie auf eine mögliche Ursache, wenn Nachforschungen eine mit dem Beginn der Symptome zeitlich übereinstimmende Inbetriebnahme von UMTS-Antennen, WLAN Access Points oder DECT-Schnurlostelefonen in ihrem täglichen Umfeld ergeben.
Superschneller LTE-Mobilfunk Ende 2009 auf dem Markt?
Die mittels HSDPA frisierten UMTS-Netze genügen in den Augen der Netzbetreiber den Anforderungen an die Datenübertragungsgeschwindigkeit jedoch nicht. Die Betreiber können damit zu wenig Geld verdienen. Der Artikel „Superschneller LTE-Mobilfunk soll Ende 2009 auf den Markt kommen“
(http://www.areamobile.de/news/8805.html) zeigt die Hintergründe und gibt einen Eindruck von dem, was uns bevorsteht. Nachstehend Auszüge aus dem Artikel:
„Weihnachten 2009 wird im Mobilfunk-Internet der Turbo eingeschaltet. «Ende des kommenden Jahres will unser Unternehmen die Vermarktung von LTE beginnen», sagt Toru Otsu, Leiter der NTT Docomo Labs Europe. «Im Labor haben wir damit schon Übertragungsraten bis 220 Megabit pro Sekunde erreicht.» Long Term Evolution (LTE) ist der Nachfolger für UMTS und soll bis Ende 2008 fertig standardisiert werden. Erfolgreiche Vorführungen mit blitzschnellen Übertragungen von HDTV-Filmen und riesigen FTP-Downloads gab es schon auf dem Mobile World Congress im Februar und der CeBIT im März.
In Berlin sitzen seit Mittwoch 250 Branchenvertreter auf dem LTE World Summit zusammen, um die baldige Einführung zu koordinieren. Sie haben es sehr eilig damit. «Das ist die schnellste Entwicklung eine Mobilfunkstandards, die es jemals gab», verkündete Adrian Scrase, Chief Technical Officer des Europäischen Institutes für Telekommunikationsnormen (ETSI) in seiner Rede. Obwohl der Standard noch nicht einmal fertig ist, gibt es bereits Feldversuche in mehreren Städten. (...)
«UMTS hat bisher nicht die Erfolgserwartungen erfüllt. Wir sollten nicht zu lang warten, LTE auf den Markt zu bringen», sagt Klaus-Jürgen Krath, Netzwerkexperte von T-Mobile International. Er geht davon aus, dass es schon in vier Jahren mehr mobile Breitbandnutzer gibt als Kunden mit Festnetz-Internet per DSL, Glasfaser oder Fernsehkabel. Sein Drang zur Eile hat auch handfeste geschäftliche Gründe. (...) Mit LTE können zehnmal mehr Handys an einem Standort mit Breitband-Internet versorgt werden als mit UMTS. In vielen Regionen sind die bestehenden 3G-Netze [=UMTS-Netze] schon oft an ihren Kapazitätsgrenzen, beispielsweise in den USA oder Grossbritannien, wo HSDPA-Dongles für den Laptop der grosse Renner sind.
Krath geht deswegen davon aus, dass UMTS vielleicht schon 2015 abgeschaltet wird. Der Vorgängerstandard GSM könnte dagegen noch bis 2020 im Einsatz bleiben, weil er so erfolgreich ist. GSM wird weltweit auf über drei Milliarden Handys für Sprachtelefonie eingesetzt und ist die Basis für das lukrative Geschäft mit den Telefonminuten, von dem die Mobilfunkunternehmen in den vergangenen Jahren hauptsächlich lebten. Seit aber der Trend zur Flatrate geht, bei der Kunden unbegrenzt für einen Festbetrag telefonieren oder im Internet surfen, müssen sich die Firmen nach neuen Geldquellen umsehen. Zwar hätten sich die übertragenen Datenmengen in den Mobilfunknetzen vervielfacht, sagt Krath, aber mehr Traffic bedeute nicht mehr Einnahmen. Eine Studie des Marktforschers iSuppli hatte schon im April gezeigt, dass die intensivsten Nutzer des mobilen Internet die Besitzer des iPhone sind. Sie zahlen alle per Flatrate. Die Netzbetreiber müssen deswegen ihre Produktionskosten radikal senken, sagt Krath, damit ihre Gewinnspannen nicht völlig aufgefressen werden.
Ein mögliches Mittel dafür ist LTE. «Die Kosten pro Bit sind für die Netzbetreiber vier bis zehnmal geringer als bei HSDPA», erklärt Paul Steinberg, oberster Netzwerkarchitekt von Motorola. «Man kann mehr Traffic über dasselbe Funkspektrum abwickeln.» Dann brauchen die Netzbetreiber auch weniger Sendemasten oder können von den bestehenden Standorten viel mehr Kunden mit mobilem Breitband versorgen. Dafür nehmen sie gern in Kauf, dass LTE vollkommen neue Basisstationen erfordert und Milliarden in die Netze investiert werden müssen. Die riesigen neuen Übertragungsraten verlangen viel mehr Rechenpower von den Basisstationen und wegen der MIMO-Funktechnik müssen mindestens vier Antennen pro Standort installiert werden, wo vorher eine reichte.
Der grösste Kostenfaktor sind aber immer noch die Mieten für die Standorte der Antennen auf Hausdächern oder Kirchtürmen. Deswegen hofft die Branche auf Femtozellen für LTE. Das sind kleine Geräte von der Grösse eines WLAN-Routers, die den Netzbetreibern das Leben extrem erleichtern können. Von integrierten Anbietern wie der Deutschen Telekom, die DSL und Mobilfunk anbieten, bekommen die Kunden einen DSL-Anschluss für zu Hause, den sie aber zur Verfügung stellen müssen. Über LTE verbindet sich nicht nur das eigene Handy mit der privaten Femtozelle, sondern auch die Mobiltelefone von Passanten auf der Strasse können sich einbuchen und darüber telefonieren oder im Internet surfen. Jede Wohnung wird zur Mobilfunk-Basisstation und die Netzbetreiber müssen nicht einmal Miete oder Strom dafür bezahlen. (...)“
Diese Meldungen bedeuten düstere Aussichten für die elektrosensiblen Menschen, die einen wachsenden Anteil an der Bevölkerung haben. Und sie nähren die Befürchtungen von Wissenschaftlern, die auf Grund des bisherigen Trends ein künftiges Anwachsen des Anteils der Elektrosensiblen auf 50% (!) der Bevölkerung bis etwa im Jahr 2017 berechneten[3].
Ausserdem erzeugen diese Meldungen schwerste Bedenken im Hinblick auf die langfristige Gesundheit der heutigen jungen Generation. Die Kinder und Jugendlichen unserer Zeit müssen in einem von Jahr zu Jahr sich verstärkenden Trommelfeuer der elektromagnetischen Strahlung aller bisherigen und neuen Funkanwendungen aufwachsen.
Wieder soll mit LTE eine neue Funktechnologie auf den Markt geworfen und sogar in die Privatwohnungen hineingestellt werden, ohne dass irgendwelche wissenschaftliche Untersuchungen über die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Technologie durchgeführt werden. Niemand sorgt dafür, dass die Vermarktung so lange unterbleibt, bis über deren Gesundheitsrisiko genügende Anhaltspunkte gewonnen sind, von einem Unbedenklichkeitsnachweis ganz zu schweigen.
Appell an alle Internetnutzer
In der Praxis ist es längst evident, dass nicht nur die Strahlungsintensität, sondern vor allem auch die Frequenzbandbreite eines Funkkanals sowie die Modulationsart der Trägerfrequenz (Pulsung der Strahlung; Struktur der Einzelsignale) massgeblich die gesundheitlichen Auswirkungen einer Strahlungsart mitbestimmen. Es gibt dafür auch wissenschaftliche Hinweise.
Jeder Funkdienst (GSM, UMTS, DVB, DAB, WLAN, DECT...) hat eine bestimmte Modulationsart, die sich von derjenigen anderer Funkdienste mehr oder weniger stark unterscheidet. Er müsste daher vorgängig seiner Einführung auf sein spezifisches gesundheitliches Risikopotenzial untersucht werden, so jetzt auch LTE. Aber die wissenschaftliche Forschung zur Risikoabklärung hinkt der technischen Entwicklung jeweils um Jahre hintennach. Auch die Behörden reagieren nicht, wenn eine neue Funktechnologie entwickelt wird. Bundesrat und zuständige Bundesämter verstecken sich hinter dem gültigen Grenzwert für die Strahlungsintensität (Antennen) oder bleiben untätig, weil internationale Verträge über die Zulassung und Einfuhr von Endgeräten (Handys, WLAN-Router usw.) bestehen.
Deshalb richtet die Bürgerwelle Schweiz den nachstehenden
Appell an alle Internetnutzer. Er bezieht sich auf
- die mobile Verbindung mit dem Internet unterwegs über die GSM- und UMTS-Netze der Mobilfunkbetreiber und über öffentliche WLAN Hot Spots;
- Einrichten und Nutzung privater bzw. betriebseigener WLAN-Anlagen in Wohnungen, Büros, Schulen, Heimen, Kongresszentren, Hotels usw.
AppellVerzichten Sie darauf, drahtlos und mobil ins Internet zu gehen! Verbinden Sie Ihren Computer statt dessen wo immer möglich über ein Netzwerkkabel mit dem Internet-Zugang über das Festnetz. Die Mobilitätseinschränkung steht in keinem Verhältnis zu den gesundheitlichen Risiken des mobilen Internets: - Wenn Sie selber drahtlose Internetverbindungen über GSM, UMTS oder WLAN regelmässig während längerer Zeit nutzen, erhöhen Sie das langfristige Risiko der Gefährdung Ihrer eigenen Gesundheit.
- Halten Sie sich vor Augen, dass wegen Ihrer mobilen Arbeit im Internet über GSM und UMTS während jeder Ihrer drahtlosen Internetverbindungen elektrosensible Anwohner desjenigen Antennenmastes, über den diese Verbindung läuft, verstärkte Beschwerden erleiden. Ausserdem liefern Sie dem Mobilfunkbetreiber das Argument für das Aufstellen weiterer Sendemasten.
- WLAN Access Points (Router) können in derselben Wohnung und in der unmittelbaren Nachbarschaft bei elektrosensiblen Personen Beschwerden verursachen und gefährden auf die Dauer die Gesundheit der in diesem Bereich lebenden Personen. Dies gilt nicht nur während der drahtlosen Internetarbeit, sondern vor allem auch im Standby-Betrieb der WLAN-Anlage. Sogar das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt, WLAN nur während des Gebrauchs einzuschalten, nennt aber einen Sicherheitsabstand zum WLAN-Router von bloss 1 Meter, was fahrlässig gering ist.
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1 Details siehe zum Beispiel
www.swisscom-mobile.ch/scm/wir_technologie_vergleich-de.aspx
2 Schwarz, C. et al: Radiofrequency electromagnetic fields (UMTS, 1,950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes. International Archives of Occupational and Environmental Health Volume 81, Nr 6 / May 2008
3 Hallberg Ö., Oberfeld G.: Letter to the Editor: Will we all become electrosensitive? Electromagnetic Biology and Medicine, 25: 189–191, 2006
06.11.08 Version CH
www.buergerwelle-schweiz.org
Le Parisien, 14. Mai 2008
WLAN beunruhigt die Bibliotheken
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VORSORGEPRINZIP. Ein Angestellter der Bibliothek Sainte-Geneviève hat gestern sein „Recht auf Fernbleiben“ geltend gemacht und wartet darauf, dass Massnahmen getroffen werden.
Befürchtungen begründet oder nicht? Das kann zur Zeit noch nicht entschieden werden, aber seit gestern hat die Besorgnis über die potentiellen Gefahren von WLAN um eine Stufe zugenommen. Ein Angestellter der Bibliothek Sainte-Geneviève (V.) hat sein „Recht auf Fernbleiben“ geltend gemacht, dies aufgrund „heftiger Symptome“, deren Ursache er in der anhaltenden Exposition durch elektromagnetische Felder infolge WLAN an seinem Arbeitsplatz sieht. Im Klartext: Der Mann verweigert die Wiederaufnahme seiner Arbeit, solange die Intensität der Strahlung nicht gemessen worden sei. Ausserdem verlangt er den Ersatz der WLAN-Anlage durch herkömmliche Internet-Zugänge.
„Ich bin völlig überrascht. Diese Person hatte uns gegenüber nie ein Unwohlsein signalisiert“, versichert Yves Peyré, Direktor der prestigeträchtigen Einrichtung an der Place du Panthéon.
Die Debatte über WLAN hatte sich in Sainte-Geneviève vor einigen Monaten entfacht. Hierauf wurde ein Sender deaktiviert und zwei andere wurden versetzt. „Wir befinden uns wirklich in einem Dilemma“, vertraut uns der Direktor an. „Einerseits zeigen sich gewisse Angestellte beunruhigt. Andererseits verlangen unsere Benutzer (täglich 1700; die Redaktion), dass WLAN weiter ausgebaut wird.“
Im nächsten Monat soll das Komitee für Hygiene und Sicherheit (CHSCT) von Sainte-Geneviève konsultiert werden, und auch die Strahlung soll bald gemessen werden.
Dies ist nicht das erste Mal, dass das drahtlose Internet in einer Pariser Bibliothek in Frage gestellt wird. Im Dezember hatte es die Pariser Stadtverwaltung in vier Institutionen abgeschaltet, wo Bibliothekare sich über Kopfschmerzen und Schwindel beklagten. Im vergangenen Monat hat die Französische Nationalbibliothek angekündigt, dass sie ein Kabelnetz für den schnellen Internetzugang einrichten werde.
Nach mittlerweile fünf Monaten hat die Pariser Stadtverwaltung die betroffenen Bibliotheken noch nicht wieder angeschlossen.
„Seither hat uns das Personal keine Probleme mehr berichtet“, verlautet seitens der Gewerkschaft Supap. Hingegen hätten Beamte in drei anderen Institutionen Symptome bekundet, nämlich in Beaugrenelle (XV.), Fessart (XIX.) und Goutte-d'Or (XVIII.).
Marie-Anne Gairaud
Brief an den Arbeitgeber (Leiter der interuniversitären und öffentlichen Bibliothek Sainte-Geneviève, Place du Panthéon, Paris V.) in Anwendung des „Rechts auf Fernbleiben“, wie es Ende 2007 in gewissen Bibliotheken in Paris praktiziert wurde
Paris, 12. Mai 2008
An Monsieur Yves Peyré, Direktor der Bibliothek Sainte-Geneviève (75005 Paris
An Madame Florence Leleu, Vizedirektorin
Madame, Monsieur,
Mit dem vorliegenden Schreiben informiere ich Sie über die Anwendung des Droit de Retrait [Recht auf Fernbleiben bei Gefährdung am Arbeitsplatz] ab Dienstag 13. Mai 2008 aus Anlass der nachstehend beschriebenen Situation, die eine Gefahr für meine Gesundheit darstellt.
Seit Monaten (nach vierjähriger Berufsausübung) muss ich an meinem Arbeitsort heftige, miteinander im Zusammenhang stehende Symptome beklagen, wie sie bei anhaltender Exposition durch elektromagnetische Felder infolge WLAN und anderer Quellen beschrieben werden: Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, allgemeine Schwächung, Stress, Augenbeschwerden...
Angesichts dieser Situation, die so nicht andauern kann, ersuche ich um die Durchführung von Strahlungsmessungen an verschiedenen Orten der Räumlichkeiten für einen Vergleich mit den zulässigen Grenzwerten, damit die vom Personal (und zugleich von den Benutzern der Bibliothek) eingegangenen Risiken bekannt werden. Dabei ist in Betracht zu ziehen:
In der Bibliothek Sainte-Geneviève befinden sich (während des Semesterbetriebes an der Universität) über 700 Benutzer, die oftmals eingeschaltete Mobiltelefone mit sich führen;
Eine wachsende Zahl dieser Benutzer betreibt Laptop-Computer mit WLAN;
Die Arbeitstische sind mit rund 180 Energiesparlampen beleuchtet, die stark strahlen (die Studenten sitzen mit dem Kopf oft nur wenige Zentimeter davon entfernt, während es doch empfohlen ist, Abstand zu halten);
Vorgeschichte: Zwischen der Installation im Januar 2007 und der Entfernung vom Februar 2008 war einer der WLAN Access Points einige Zentimeter vom Lagerpersonal entfernt auf Körperhöhe in räumlich eingeschlossener Umgebung (Reflexionen) platziert; der zweite unmittelbar neben der Aufsichtsperson, 4 bis 6 Stunden am Tag; der dritte ca. 1 m vom Einschreibebüro entfernt;
Mehrere WLAN-Netzwerke überziehen die Umgebung (dasjenige des Bürgermeisteramtes des V. Arrondissements gerade gegenüber; dasjenige der Universität Paris II Panthéon-Assas unmittelbar nebenan; dasjenige der Bibliothek Cujas anschliessend, und sicher noch andere, weiter entfernte Netze;
Das Personal arbeitet ständig an einem oder mehreren PC-Bildschirmen (2 beim Eingang, 3 bei der Passerelle);
In der Nähe befinden sich Mobilfunkantennen, wovon mindestens eine zum Gebäude hin gerichtet ist.
Es musste zu diesem letzten Mittel der Ausübung des „Rechts auf Fernbleiben“ gegriffen werden, nachdem bisher nichts darüber entschieden worden ist, wie der seit Ende 2007 bemängelten Situation begegnet werden könnte; einer Situation, die einen Teil des Personals (worunter einige Personen an Kopfschmerzen und ungewöhnlicher Müdigkeit am Arbeitsplatz leiden) veranlasst hatte, eine PETITION GEGEN WLAN-ANLAGEN zu verfassen.
Mit dem Abschalten der WLAN-Anlagen würde das Vorsorgeprinzip respektiert, dies in Übereinstimmung mit neusten unabhängigen Studien, die deren schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit feststellen.
Ausserdem gibt es in der BSG im Multimedia-Saal, der gänzlich den elektronischen Mitteln gewidmet ist, sehr wohl kabelgebundene Alternativen mit besserer Leistung, als sie WLAN bietet.
Genehmigen Sie, Madame, Monsieur, den Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung
Gabriel Fondet,
Département des Services au Public
Au SICD Sainte-Geneviève – Université Paris III Sorbonne Nouvelle
Quelle: http://www.next-up.org/Newsoftheworld/WifiParis.php#3
Übersetzung durch Bürgerwelle Schweiz, Mai 2008
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Die Bibliothèque nationale de France verzichtet auf WLAN
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PRESSEMITTEILUNG
Paris, 3. April 2008
Dieses Projekt, das ursprünglich vorsah, dass eine private Gesellschaft im Gegenzug für die kostenlose Installation eines WLAN-Netzes einen Teil des Quartiers um Tolbiac herum hätte versorgen können, wurde angefochten durch die Sektion der BNF (Bibliothèque nationale de France, französische Nationalbibliothek) des Gewerkschaftsbundes FSU (Fédération Syndicale Unitaire) sowie durch andere Gewerkschaftssektionen.
Die Gewerkschaften, die sich von den gesundheitlichen Auswirkungen von WLAN und der elektromagnetischen Strahlung allgemein überzeugt hatten, stützten sich auf eine amerikanische Studie von Lee et al., die genotoxische Effekte bei 2450 MHz (Frequenz von WLAN) zeigt, ferner auf den von 14 internationalen Wissenschaftlern verfassten BioInitiative Report, der eine Revision der Grenzwerte für die Exposition gegenüber elektromagnetischer Strahlung fordert, sowie auf eine Studie der Universität Clermont-Ferrand.
Die Gewerkschaften stützten sich überdies auf den Entscheid des CHS (Comité Hygiène et Sécurité) der Direktion für kulturelle Angelegenheiten der Stadt Paris, das auf Ersuchen der Pariser Gewerkschaft Supap-FSU in den Pariser Bibliotheken ein WLAN-Moratorium beschloss.
Der Entscheid der BNF ist eine Première und zeigt, dass die Verkabelung eine glaubwürdige Alternative zu WLAN ist. Eine solche Verkabelung wurde auch der Stadt Paris vorgeschlagen durch den Supap-FSU und die Vereinigungen „Priartem“ und „Agir pour l'environnement“. Die BNF setzt diesen Vorschlag auf die Tagesordnung.
Ausserdem haben die Mitarbeiter der Bibliothek Sainte Geneviève (Paris 5ème) eine Petition verfasst, mit welcher die Abschaltung der bereits installierten WLAN-Zugänge und deren Ersatz durch eine Verkabelung gefordert wurde. Es sei angemerkt, dass die Bibliothek Sainte Geneviève mit öffentlichen Internet-Anschlüssen ausgerüstet ist.
Das CHS der Universität Censier-Sorbonne nouvelle (Paris 5ème) hat die Abschaltung des neben einem Arbeitsplatz installierten WLAN Access Points angeordnet. Der Arzt dieser Instanz hat eine Weiterbeobachtung der gefährdeten Mitarbeiter gefordert.
Die Gewerkschaften FSU-BNF und Supap-FSU fordern die Verantwortlichen in Politik, Universitäten und Kultur auf, den massiven und systematischen Einsatz von WLAN zu überdenken und statt dessen die Verkabelung einzuführen. Sie verlangen ausserdem eine Diskussion über Sinn und Zweck solcher Technologien in Universitätsbibliotheken, öffentlichen Bibliotheken und Kulturgütersammlungen.
Les syndicats de la Fédération syndicale unitaire :
Section FSU de la Bibliothèque nationale de France : Jean-François Besançon 01 53 79 49 04
fsubnf@gmail.com
Supap-FSU : Bertrand Pieri 01 44 70 12 80 (82)
Übersetzung durch Bürgerwelle Schweiz
12.04.08
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Aufklärung über Elektrosmog in Schulen
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Stellungnahme der Landesregierung Steiermark (Auszug):
Mit Beschluss des Ausschusses für Bildung vom 9. Oktober 2007 wurde die Steiermärkische Landesregierung ersucht, eine Stellungnahme zum Antrag Einl.Zahl 1578/1 abzugeben. In diesem Landtagsantrag wird die Steiermärkische Landesregierung aufgefordert,
in Pflichtschulen über die von elektromagnetischen HF-Feldern (Handys, DECT-Schnurlostelefone, WLAN, Bluetooth etc.) ausgehenden Gefahren für die langfristige Gesundheit zu informieren,
dafür Sorge zu tragen, dass bei Schulkindern eine verstärkte kritische Aufklärungsarbeit und Anleitung zum selbstverantwortungsvollen Umgang mit dem Handy geleistet wird,
eine Position zur Verwendung von WLAN in Schulen zu erarbeiten und dem Landtag mitzuteilen, und
im Rahmen der Infomationspolitik die Verhaltensempfehlungen der Österreichischen Ärztekammer und den INFO-Folder des Kinderbüros Steiermark zu verwenden.
Schnurlostelefone nach dem herkömmlichen Standard senden ständig eine gepulste Mikrowellenstrahlung aus. Der Mobilteil führt zu einer hohen Strahlenbelastung des Kopfes. Drahtlose Computernetzwerke nach dem WLAN-Standard senden ebenfalls eine gepulste Mikrowellenstrahlung aus. Die Nutzer und ihre Umgebung sind über die Sendeantenne des Notebooks aus nächster Nähe einer weiteren beträchtlichen Strahlenexposition ausgesetzt. Demgemäß wird vom regelmäßigen Gebrauch von Schnurlostelefonen und den angeführten Computernetzwerken abgeraten.
Von der starken Mikrowellenstrahlung der Mobiltelefone (GSM, UMTS, etc.) ist nicht nur der Nutzer, sondern auch das Umfeld betroffen. Sie sollten daher nur für wichtige dringende Gespräche verwendet und auch im Standby-Modus nicht am Körper getragen werden.
Weiters ist auf die Gemeinden einzuwirken – und dies geschieht auch schon seit geraumer Zeit – im Nahbereich von Schulgebäuden die Errichtung von Mobilfunksendeanlagen und WLAN-Sendern nicht bzw. nur nach zufriedenstellenden Messergebnissen zuzulassen.
Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 14. Jänner 2008
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WLAN: Paris schaltet ab - Schweiz baut aus
Drahtloser Internet-Zugang WLAN: Trotz Gesundheitsrisiken greifen Behörden in der Schweiz nicht ein
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K-Tipp Nr. 5 vom 12. März 2008
Seit das WLAN-Netz in Paris abgeschaltet ist, sind gesundheitliche Probleme von Nutzern verschwunden. In der Schweiz hingegen wird in Schulen, Hotels und auf öffentlichen Plätzen munter weiter WLAN installiert.
«Kopfschmerzen und Schwindel, Sehstörungen und Schlaflosigkeit waren meine Begleiter», erinnert sich Isabelle Gracy, Abteilungsleiterin in einer Pariser Bibliothek. Die Beschwerden begannen, nachdem ein Drahtlos-Netzwerk (WLAN) für den Internet-Zugang installiert worden war, sagt Isabelle Gracy dem K-Tipp.
Ein Funk-Sender und -Empfänger (Access Point) befand sich nur drei Meter von ihrem Bürotisch entfernt, in der Nähe standen verschiedene Computer. Mit Gracy klagten 40 von 100 Beschäftigten in vier öffentlichen Bibliotheken nach der Einrichtung von WLAN über ähnliche Symptome. Brigitte Malgrange zum Beispiel wurde so schwer krank, dass sie mehrere Monate ausfiel.
Ist der Grenzwert streng genug?
Erst auf Druck der Gewerkschaft Supap schalteten die Behörden die Netze wieder ab. Prompt verschwanden bei allen Betroffenen die Beschwerden. «Ich fühle mich wieder völlig gesund», sagt Gracy. Inzwischen arbeitet die Gesundheitsbehörde Afsset an einer Studie über WLAN. Bis die Ergebnisse vorliegen, gilt in öffentlichen Gebäuden von Frankreichs Hauptstadt ein WLAN-Stopp.
Die Kontroverse wurde in der Schweiz kaum wahrgenommen. Und so breitet sich die Technologie hier weiter aus, obwohl viele Menschen grosse Bedenken anmelden. Besonders beliebt sind die Drahtlos- Netzwerke an Schulen (siehe K-Tipp 10/07).
Die Verantwortlichen sehen meist kein Problem, denn die elektromagnetische Strahlung von WLAN liegt im Schnitt unter dem Grenzwert von 6 Volt pro Meter (V/m). Ob er streng genug ist, ist aber umstritten. Die Organisation Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz fordert einen Grenzwert von 0,6 V/m.
Uwe Dinger von der Umweltorganisation zum Schutz vor Funkstrahlung (Diagnose Funk) warnt vor WLAN an Schulen: «Kinder und Jugendliche könnten auf die hochfrequente elektromagnetische Funkstrahlung besonders empfindlich reagieren.»
Dinger beruft sich auf Studien, die auf einen kumulativen Effekt schliessen lassen. Das heisst: Auch meine schwache Strahlung summiert sich langfristig zu einer hohen Strahlendosis. Beunruhigend ist für Dinger weiter, dass bei WLAN die Pulsung von 10 Hertz im Frequenzbereich der Gehirnwellen liegt. Dies und die hohe Strahlendosis könnten die Gesundheit beeinträchtigen. Die Politiker des bayrischen Landtages haben nun den Schulen nahegelegt, auf drahtlose Netzwerke zu verzichten. Noch keine klare Stellung bezieht der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH). Präsident Beat W. Zemp erklärt nur: «Solange nicht nachgewiesen ist, dass WLAN gesundheitlich unbedenklich ist, mahnen wir zur Vorsicht.»
WLAN in Schulen: Eltern entscheiden mit
Der Entscheid für oder gegen WLAN liegt letztlich bei den Schulbehörden. Zu den Befürwortern gehören Basel und Luzern, die sämtliche Primarschulhäuser mit WLAN ausgerüstet haben. «Die Lehrer sind aber angewiesen, Laptops wöchentlich maximal vier Stunden einzusetzen und bei Nichtgebrauch die WLAN-Sender auszuschalten», sagt Klaus Schürmann, Verantwortlicher für die Schulentwicklung in Luzern.
● Bern setzt weiterhin auf Verkabelung. «Beim Entscheid gegen WLAN spielte der Widerstand vieler Eltern eine entscheidende Rolle», verrät Irene Hänsenberger, Leiterin des Schulamtes.
● Ähnlich läufts in Zürich: «In jedem Schulhaus gibt es Eltern und Lehrer, die die drahtlose Technologie nicht akzeptieren», begründet Andi Hess, Leiter der Abteilung Lehren und Lernen der Stadt Zürich, die Zurückhaltung. Zudem sei WLAN wegen der höheren Betriebskosten längerfristig die teurere Lösung.
● Hans-Andrea Thöny, Informatik- Koordinator der städtischen Schulen in St.Gallen, sagt: «Wir wollen die Schüler vor allfälligen Risiken schützen.» Deshalb seien die Unterrichtszimmer verkabelt. Es gibt für WLAN allerdings ein Hintertürchen: Lehrkräfte dürfen kurzfristig für 1 bis 2 Lektionen mit den Schülern über mobile Funksender ins Internet.
Bei Nichtgebrauch WLAN ausschalten
Ein «Spiel mit dem Feuer» nennt Dinger von Diagnose-Funk den WLAN-Boom. «Auf den Schutz der Volksgesundheit wird nicht weiter Rücksicht genommen.»
Selbst Strahlungsexperte Gregor Dürrenberger von der Forschungsstiftung Mobilfunk, die von Telecom- Betreibern und Handy-Herstellern finanziert wird, muss einräumen: «Über die Langzeitwirkung von sehr schwachen Feldern wissen wir wissenschaftlich sehr wenig.» Genau deshalb empfiehlt die Wissenschaftsdirektion des EU-Parlaments bei Langzeitbelastung als Grenzwert 0,19 V/m.
Wenig zur Risikodiskussion rund um WLAN trägt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bei. Es erachtet den bestehenden Grenzwert als streng genug. Nur zur «persönlichen Vorsorge» sollten die WLAN-Netze bei Nichtgebrauch ausgeschaltet werden. Diesen Rat erteilt das BAG aber erst, seit die deutsche Regierung eindringlich empfohlen hat: Kabelverbindungen bevorzugen.
Pirmin Schilliger
WLAN – eine von vielen Elektrosmog-Quellen
Der Grenzwert für hochfrequente elektromagnetische Strahlung beträgt 6 Volt pro Meter (V/m). Weil WLAN-Sender im «Normalbetrieb » weit darunter bleiben, sind sie nicht bewilligungspflichtig. [Kommentar Bürgerwelle-Schweiz: Dies ist nicht der Grund. WLAN ist lizenzfrei und untersteht – wie alle beweglichen Einzelgeräte - der Grenzwert-Regelung gemäss Verordnung des Bundes (NISV) nicht.] Jeder kann sich folglich in seiner Wohnung ein WLAN-Netz einrichten. Der Grenzwert wird aber regelmässig überschritten, wenn die Distanz zwischen der Funknetzwerkkarte im Computer und dem Körper gering und der Datenverkehr gross ist (siehe K-Tipp 9/07). Die Höchstbelastung entsteht beim Verschicken grosser Datenmengen. Um sich vor den Strahlen zu schützen, sollte man beim Senden von E-Mails beachten: Je geringer der Abstand des Nutzers zum Computer, desto stärker die Strahlung. Im Abstand von 50 cm kann WLAN noch mit 2,5 bis 3,5 Volt pro Meter strahlen.
Städte und Hotels setzen auf WLAN
WLAN-Netze verbreiten sich rasant, so zum Beispiel flächendeckend in den Innenstädten von St. Gallen und Luzern. Zu den Anbietern der Technologie gehören auch viele Restaurants. Bei McDonald’s etwa können die Gäste 30 Minuten gratis via WLAN auf dem mitgebrachten Laptop surfen.
Geradezu selbstverständlich ist der Internetzugang in Vier- und Fünfsternhotels – über WLAN oder Kabel. «Mögliche negative Auswirkungen von WLAN sind bei unseren Mitgliedern bis anhin kein Thema», gibt Hotelleriesuisse-Sprecherin Nora Fehr zu.
Also wird in den besten Häusern gleich doppelt vernetzt: Wer etwa im «Bellevue Palace» in Bern, im «Victoria-Jungfrau» in Interlaken, im Luzerner «Palace» oder im «Eden au Lac» in Zürich logiert, kann sich in allen Zimmern via WLAN oder Kabel ins Netz einloggen.
Buchtipp
Alles Wichtige zu WLAN und Strahlung erfahren Sie im Buch «Gesundheitsrisiko Elektrosmog». Bestellen können Sie den Gesundheitstipp-Ratgeber unter Tel. 044 253 90 70 oder im Internet unter www.gesundheitstipp.ch.
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PCtipp 13.02.2008 / SA
SBB: WLAN zwischen Zürich und Bern
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WLAN breitet sich aus und zieht ab 1. April 2008 auch SBB-Kunden in seinen Bann. Vorerst ist das Angebot jedoch begrenzt: auf die erste Klasse der Strecke Zürich-Bern.
Langsam aber sicher scheint «Internet everywhere» tatsächlich seinen Lauf zu nehmen. Nachdem WLAN künftig (derzeit gratis) am gesamten Limmatquai präsent sein soll, setzen die Schweizer Bundesbahnen nun auch auf diesen Zug. Unterstützung kommt dabei seitens der Swisscom, welche sich das Millionen kosten lässt.
Vorerst jedoch werden nur 75 Wagons der ersten Klasse der Strecke Bern-Zürich mit WLAN (Download von bis zu 3,6 Mbit pro Sekunde) gerüstet. Ab 1. April sollen Kunden daher bequem, ähnlich wie bei einem fixen Hotspot, ins Netz können. Bezüglich des Preises will man sich bis dahin noch nicht in die Karten schauen lassen.
www.pctipp.ch/news/kommunikation/42302/sbb_wlan_zwischen_zuerich_und_bern.html
Kommentar der Bürgerwelle Schweiz:
WLAN-Strahlung erweist sich jetzt in der Praxis als eine der aggressivsten Hochfrequenz-Strahlungsarten. Immer mehr elektrosensible Personen berichten von Schlafstörungen und starken Beschwerden, wenn in Nachbarwohnungen WLAN-Router eingeschaltet sind.
Die besonders hohe Aggressivität der WLAN-Strahlung könnte damit zusammenhängen, dass WLAN Access Points (Hot Spots; Router) durchgehend 10 Impulse pro Sekunde (10 Hertz) aussenden. Die Frequenz der Alpha-Gehirnwellen beträgt 8 bis 12 Hertz. Nimmt man demnach einen direkten Einfluss der mit 10 Hertz gepulsten WLAN-Strahlung auf die Gehirntätigkeit an, so ist die besondere Aggressivität der WLAN-Strahlung erklärbar.
Diese Hypothese wird gestützt durch Erfahrungen von 2007 in Oberammergau (Bayern): Nach einer Umrüstung von GSM-Mobilfunksendern stiegen die spontanen Beschwerden zahlreicher Anwohner massiv und sprunghaft an. Untersuchungen ergaben, dass die GSM-Strahlung dieser Sender nach der Umrüstung nun auch mit 8,34 Hertz gepulst war (Synchronisations-Signal). Die Pulsfrequenz von 8,34 Hertz liegt ebenfalls innerhalb der Alpha-Gehirnwellenfrequenz von 8 bis 12 Hertz.
Für elektrosensible Personen ist das Reisen im Zug schon bisher beschwerlich, dies wegen der in gewissen Bahnwagen installierten Mobilfunk-Repeater-Antennen sowie wegen der Mobiltelefone der Mitreisenden und der entlang der Bahnstrecke aufgereihten Antennenmasten. Wenn nun noch WLAN-Access Points in den Bahnwagen dazu kommen, so bedeutet dieses SBB-Angebot für viele Elektrosensible, dass sie auf das Zugfahren unter Umständen überhaupt verzichten müssen. Vorderhand gilt dies zumindest in den Wagen 1. Klasse auf der Strecke Zürich-Bern.
19.02.08
www.buergerwelle-schweiz.org
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PCtipp 04.02.2008 / SA
Am Limmatquai gratis ins Internet
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Schweizer Strassenlaternen spenden ab sofort nicht nur Licht, sondern auch Funksignale. Via WLAN kann man am Zürcher Limmatquai teilweise gratis ins Internet. Vielleicht wird bald die ganze Stadt vernetzt.
Auf der Bahnhofbrücke und vom Central bis zur Rudolf-Brun-Brücke lässt es sich via WLAN ab heute gratis im www surfen. Die Firma «The Public Network» (TPN) hats möglich gemacht und will auf diese Art am liebsten gleich die ganze Stadt unter Funk setzen. Für die nächste Zeit hat sich das Unternehmen jedoch nur den ganzen Limmatquai vorgenommen. Dabei wird das WLAN-Netzwerk nicht auffallen, denn die Sender stecken kaum sichtbar in der Strassenbeleuchtung.
Das schweizweit erste WLAN-Stadtnetz ist im Juni 2005 übrigens in Luzern an den Start gegangen. Auch dabei ist «The Public Network» federführend (in Kooperation mit ewl).
Kommentar der Bürgerwelle Schweiz:
Von wirtschaftlich interessierter Seite sowie seitens der Behörden wird oft argumentiert, die abgestrahlte Funkleistung von WLAN-Sendern (Access Points, Hot Spots) sei wesentlich niedriger als diejenige von Mobilfunkantennen und Schnurlostelefonen. WLAN-Strahlung trage deshalb kaum zur allgemeinen Erhöhung des Strahlungspegels bei, stelle also (erst recht) kein Gesundheitsrisiko dar.
Es ist richtig, dass die WLAN-Strahlungsleistung relativ gering ist. Für Aussenanwendungen beträgt sie im Frequenzband 2.4 Gigahertz maximal 100 Milliwatt, im Frequenzband 5 Gigahertz maximal 1 Watt = 1000 Milliwatt (bei automatischer Regelung der abgestrahlten Leistung). Eine GSM-Mikro-Mobilfunkantenne ist mit maximal 6 Watt abgestrahlter Leistung deutlich stärker.
Aber die Wirkung gepulster elektromagnetischer Strahlung auf den menschlichen Organismus ist nicht nur von der Strahlungsintensität, sondern auch von der Art der Modulation (Pulsung) abhängig. Die WLAN-Strahlung hat sich in der relativ kurzen Praxis bereits als eine besonders aggressive Strahlungsart erwiesen. Elektrosensiblen Menschen verursacht sie schon bei äusserst geringen Strahlungswerten Beschwerden. Dies hängt möglicherweise mit der 10 Hertz-Pulsung der WLAN-Access Points zusammen, die in den Bereich der Alpha-Gehirnwellenfrequenz des menschlichen Gehirns von 8 bis 12 Hertz fällt. WLAN-Strahlung wirkt daher vermutlich direkt auf das Zentralnervensystem ein.
19.02.08
www.buergerwelle-schweiz.org
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GESUNDHEITSBEDENKEN
Pariser Bibliotheken schalten Drahtlos-Netze ab
Etliche Mitarbeiter hatten über körperliche Beschwerden geklagt. Nun wurden die WLANs vieler öffentlicher Bibliotheken in Paris vorsorglich abgeschaltet. Ob und wann die Netze wieder online gehen, ist unklar.
Paris – Insgesamt sollen 40 von 100 Mitarbeitern über Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Übel- und Müdigkeit geklagt haben, berichtet die Zeitung "20 minutes". Die Beschwerden seien aufgetreten, nachdem in den jeweiligen Bibliotheken Drahtlos-Netzwerke installiert wurden. Deshalb habe sich die Stadt entschlossen, die Netze abgeschaltet zu lassen, bis genauere Studien vorlägen.
Die Beschwerden waren im Rahmen der Sitzung eines Ausschusses für Sicherheit und Gesundheit von Gewerkschaftsvertretern vorgetragen worden. Man müsse "die Sorgen der Mitarbeiter ernst nehmen", sagte der Kulturbeauftragte der Stadt, Christophe Girard, der Zeitung. Dabei sei es unerheblich, ob es "psychologische oder andere Gründe" für die Klagen der Beschäftigten gebe.
Umweltschützer verlangten für alle Bibliotheken und Museen der Stadt ein Moratorium beim Aufbau der sogenannten WLAN-Netze, bis mögliche Gesundheitsgefahren geklärt seien. Die Organisationen Priartem und Agir hatten vor einigen Monaten schon einen WLAN-Stopp für Schulen gefordert. Das Umweltministerium hat schon vor einiger Zeit die französische Gesundheitsbehörde Afsset mit einer Studie über die Strahlenbelastung durch WLAN- und andere Drahtlosnetze beauftragt.
Die aktuellen Diskussionen verhageln den Stadtvätern einen ehrgeizigen Plan, die französische Hauptstadt durch weitreichende Drahtlosenetze zur "digitalen Stadt" aufzurüsten. Bis Ende des Jahres ist der Aufbau von insgesamt 400 kostenlosen Hotspots im Stadtgebiet geplant. Die nun abgeschalteten Computernetze in vier Pariser Bibliotheken sind ein Teil dieses Plans.
Ob der angesichts des immer heftigeren Gegenwinds nun weiterhin so ehrgeizig wie bisher vorangetrieben wird, ist fraglich. Schließlich hat auch die französische Télécom Vorbehalte gegen das "Paris Wi-Fi" [Anm. Bürgerwelle Schweiz: Im französischen und angelsächsischen Sprachbereich ist Wi-Fi gleichbedeutend mit WLAN]. Sie will vor Gericht gegen das kostenlose Angebot vorgehen, weil sie der Ansicht ist, dass die Stadt damit rechtswidrig in den Telekommunikationsmarkt eingreift.
mak/afp
SPIEGEL ONLINE - 06. Dezember 2007, 12:03
URL: http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,521763,00.html
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The Courier, 22. Mai 2007
Strahlenwarnung vor Schulcomputern
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Von Graeme Strachan
Ein weltbekannter Experte auf dem Gebiet der Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern und Mikrowellenstrahlung warnte, dass drahtlose Computernetzwerke das Leben der Schüler gefährden. Professor Olle Johansson sprach diese Warnung aus, nachdem bekannt wurde, dass es in Schulen von Tayside und Fife WLAN-Anlagen gibt. Gemäss einer Untersuchung im Rahmen der Sendereihe „Panorama“ von BBC können solche Anlagen stärker strahlen als ein durchschnittlicher Mobilfunkmast. Professor Olle Johansson hatte dort ausgesagt, man habe manche Effekte infolge niedriger Strahlung wie zum Beispiel Chromosomenschäden festgestellt. In seinem gestrigen Exklusiv-Interview aus Stockholm mit dem Courier äusserte Professor Johansson, Schüler riskierten bei der Benutzung von WLAN Veränderungen in Zellen, Gewebe und Organen ihres Körpers.
Professor Johansson hat mehr als 20 Jahre Erfahrung. Er war der erste Wissenschafter, der die menschliche Sensitivität auf Mobilfunkstrahlung untersuchte, als Mitte der Neunzigerjahre entsprechende Nebenwirkungen bekannt wurden. Ausserdem erschien er als Experte vor dem Petitionsausschuss des Schottischen Parlaments sowie an Veranstaltungen in Aberdeenshire und Perth zum Thema der potenziellen Risiken, die mit der Exposition gegenüber Mobiltelefonen und Sendemasten verbunden sind.
„Wenn solche Diskussionen in der Gesellschaft aufkommen, dann sind die Forderungen nach Beweisen immer ganz unterschiedlich, je nachdem, ob sie aus der Sichtweise der Journalisten, Gesetze, Lehrer, Eltern oder Schüler geäussert werden.“, sagte er. „Oft hört man von sogenannt sicheren Grenzwerten, aber diese stammen nur von blossen Empfehlungen basierend auf Erwärmung. Viele verstecken sich hinter diesen Grenzwerten und behaupten, es gebe keinen Grund zur Beunruhigung. Aber wenn man während langer Zeit andauernd einer Mikrowellenstrahlung ausgesetzt ist, so kann dies zur Abnützung des zellulären Schutzschildes der Haut führen. Und selbst eine sehr kurzfristige Exposition gegenüber niedrigintensiver Strahlung kann Veränderungen in Molekülen, Zellen, Gewebe und Organen verursachen, weil WLAN-Geräte oft direkt mit dem Körper und vor allem mit der Haut als ausgedehntestem Organ in Kontakt stehen.“
Wie wir im gestrigen Courier berichteten, war die von BBC gemessene WLAN-Strahlung in einer der Schulen bis zu dreimal stärker als die Strahlung eines Mobilfunksendemastes – aber 600-mal schwächer als der Grenzwert der Regierung.
„Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) behauptet, schwache Langzeitstrahlung sei nicht gesundheitsschädlich, aber es gibt eine grosse Zahl von Studien, welche besagen, dass menschliche Körperzellen und Tiere bereits auf einem sehr niedrigen Strahlungsniveau, wo es noch keine Erwärmung gibt, geschädigt werden“, sagte Professor Johansson.
„Die Behauptung überrascht mich“, fuhr er fort, „es sei für die Schulbildung von Nutzen, WLAN-Laptops zu gebrauchen. Der einzige Nutzen eines Laptops oder von WLAN ist der, dass jemand eine Menge Geld daran verdient. Mehr als 40% der Internet-Surfzeit werden darauf verwendet, nackte Frauen zu betrachten – ist das ein Bildungsnutzen?“, fuhr Professor Johansson fort. „Betrachten Sie doch die wirklichen Bedürfnisse im Lichte der kürzlichen Diskussionen über die mit dem Gebrauch von Laptops oder WLAN zusammenhängenden Gesundheitsrisiken. Einstein, Shakespeare – hätten sie es mit WLAN besser machen können?“ Und er fügte hinzu: „Ich habe noch nie einen Lehrer getroffen, der sagte, wenn er WLAN hätte, so wären seine Schüler Spitze. Im Gegenteil, die Lehrer sagen, Computer seien unnötige Dinger, die die Gedanken ihrer Schüler zerstreuten, statt dass sich die Schüler auf das Wesentliche konzentrierten.“
„Panorama“ berichtete von der Regierungsempfehlung, wonach Mobilfunksendemasten nicht ohne Absprache neben Schulen errichtet werden sollen, weil man annimmt, dass Kinder empfindlicher auf Hochfrequenzstrahlung reagieren als Erwachsene. Aber 70% der Oberstufen- und fast die Hälfte der Unterstufenschulen hätten bereits WLAN. Von den durch „Panorama“ kontaktierten 50 Schulen gab nur eine einzige an, sie sei über mögliche Gesundheitsrisiken informiert worden. Einigen von ihnen wurde erklärt, es gebe keine solche Risiken.
Auch Professor Sir William Stewart – führender Wissenschaftler aus Dundee, ehemaliger Vorsitzender des Tayside University Hospital Trust und heutiger Leiter des Gesundheitsamtes – trat in der „Panorama“-Sendung auf. Er sagte: „Ich glaube, die WLAN-Angelegenheit und anderes muss überprüft werden. Und ich denke, es ist an der Zeit, das jetzt zu tun.“
Die Behörde von Fife sagte, WLAN in Schulen sei unbedenklich. George Robertson, Leiter der Infrastrukturdienste, gab an, dass weniger als 10 Schulen auf dem Gebiet von Fife eine begrenzte WLAN-Kapazität hätten. „WLAN in Schulen ist etwas, was wir ausbauen möchten“, meinte er. „Die in Europa und Grossbritannien verwendeten Geräte arbeiten mit niedrigerer Leistung als diejenigen in den USA und alles spricht dafür, dass es kein Risiko gibt. Unsere Information ist also, dass mit WLAN kein Gesundheitsrisiko verbunden ist, aber wenn „Panorama“ jetzt neue Hinweise gefunden hat, so werden wir das natürlich sofort untersuchen und mit dem Lieferanten unserer Ausrüstungen Kontakt aufnehmen.“
Die Behörden von Perth und Kinross sagten, sie hätten noch keine Gelegenheit gehabt, sich die Sendung anzuschauen und könnten deshalb zu den darin vorkommenden Aussagen keinen Kommentar geben.
Ein Sprecher von Angus sagte: „Wir machen gegenwärtig Versuche mit WLAN in zwei Abteilungen der Monifieth High School und werden zu gegebener Zeit entscheiden, ob dies auch auf andere Schulen in Angus ausgedehnt wird. Wir richten uns immer nach den Industrievorschriften und der üblichen Praxis. Aber wir werden auch die aktuellen Informationen und Forschungsergebnisse über WLAN berücksichtigen.“
Die Behörde der Stadt Dundee bestätigte, dass es in Schulen WLAN-Netzwerke gebe, aber deren Zahl sei abnehmend, und sie würden nur in 'besonderen Situationen' benützt.
04.07.07
Übersetzung des englischen Originalartikels durch Bürgerwelle Schweiz.
Quelle: www.thecourier.co.uk/output/2007/05/22/newsstory9746647t0.asp
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ST. GALLER TAGBLATT, 15. April 2007
Bedenkenlos drahtlos?
Elektrosmog durch WLAN-Router: Meinungen über eine Beeinträchtigung der Gesundheit gehen auseinander
St. Gallen. Damit das kostenlose Drahtlos-Netz «Wireless St. Gallen» funktioniert, sollten Router ständig in Betrieb sein. Über Auswirkungen ihrer elektromagnetischen Strahlung ist man geteilter Ansicht.
SARAH GERTEIS
«Lassen Sie den WLAN-Router ständig eingeschaltet», heisst es im Handbuch von «Wireless St. Gallen» unter dem Kapitel «Tipps». Der Dauerbetrieb ist nötig, damit das Gratis-Drahtlos-Netz möglichst vielen Benutzern offensteht. Denn die WLAN- Router empfangen nicht nur Internetsignale, sie leiten diese auch in andere Stuben und Büros weiter, dienen also quasi als Antenne. «Wenn Sie Ihren WLAN-Router ausschalten, reissen Sie ein Loch ins Wireless-St. Gallen-Netz, das eventuell nicht von den WLAN-Routern in Ihrer Umgebung überbrückt werden kann», heisst es im Handbuch weiter.
«Nicht ausreichend erforscht»
Der 24-Stunden-Betrieb eines elektronischen Geräts, das Daten nicht nur empfängt, sondern auch sendet, ist nicht allen ganz geheuer. Dabei geht es nicht um den Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten. Diese belaufen sich laut «Wireless St. Gallen» auf etwa 7,6 Rappen pro Woche. Vielmehr besteht eine Unsicherheit bezüglich der elektromagnetischen Strahlung, des sogenannten Elektrosmogs, was auch ein Blick ins Forum von «Wireless St. Gallen» bestätigt.
Der Verein «Wireless St. Gallen» nimmt sich des Themas deshalb auf seiner Homepage an. «Das Risiko elektromagnetischer Strahlung ist heute nicht ausreichend erforscht, um hierzu eine sinnvolle Aussage machen zu können», schreibt der Verein. «Wir wissen jedoch, dass das Risiko, das von WLANs ausgehen dürfte, als recht gering einzuschätzen ist.» Die Sendeleistung sei im Normalfall zehnmal kleiner als diejenige eines Handys. Zudem halte man sich den WLAN-Router nicht ans Ohr.
Diese Meinung wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) geteilt. «Gemäss heutigem Kenntnisstand und aufgrund der geringen Sendeleistung der WLAN- Router sind keine gesundheitlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Felder zu erwarten», erklärt Angela Scalese, Kommunikationsbeauftragte des BAG. Jedoch sei ein vorsorglicher Umgang mit den Routern sinnvoll, da über die Langzeitauswirkungen von schwachen elektromagnetischen Feldern Unsicherheiten bestünden. Das BAG rät deshalb, den Router mindestens einen Meter entfernt von Arbeits-, Ruhe-, Schlaf- oder Spielplätzen zu installieren. Und in einem BAG-Merkblatt heisst es, dass wegen der «körpernahen Anwendung» bei Laptops das WLAN nur dann eingeschaltet werden soll, wenn es gebraucht wird.
«Nicht dramatisieren»
Daniel Stricker von der Fachstelle Umwelt und Energie der Stadt St. Gallen weiss um die Unsicherheit wegen der elektromagnetischen Strahlung der WLAN-Router. Generell gesehen führe der Dauerbetrieb zu einer Elektrosmog-Mehrbelastung, so Stricker. Aber: «Man darf die Mehrbelastung nicht dramatisieren.» Diese sei im Vergleich zur bestehenden Belastung durch Mobilfunk, Radio und Fernsehen und vor allem zu digitalen Schnurlostelefonen sehr gering, wenn der WLAN-Router nicht im Schlafzimmer, sondern an einem Ort wie Küche oder Arbeitszimmer aufgestellt wird.
«Nicht verantwortbar»
Solche Massnahmen sind für Peter Schlegel von der Bürgerwelle Schweiz, die sich für den Schutz vor Elektrosmog einsetzt, ungenügend. «Vom WLAN-Router geht zwar keine sehr starke, aber eine erfahrungsgemäss besonders aggressive Strahlung aus», sagt Schlegel. Einen Meter Schutzabstand bezeichnet er als absolut ungenügend. Auch diese Strahlung gehe durch Wände. Seine These: WLAN-Router hätten ein Stand-by-Signal, dessen Pulsung im Frequenzbereich der Alpha-Gehirnwellen liege und so direkt in das zentrale Nervensystem eingreife, mit Folgen für die organischen und hormonellen Funktionen. «WLAN-Strahlung kann für sensible Menschen zur allnächtlichen Folter werden», sagt Schlegel. Er kann nicht verstehen, dass die Stadt den 24-Stunden-Betrieb von «Wireless St. Gallen» unterstützt. «Was die Stadt da macht, ist aus der Sicht des Gesundheitsschutzes nicht verantwortbar.»
Bayerischer Landtag rät Schulen von WLAN ab
diese Meldung als pdf-Datei
Die bayerischen Schulen sollen nach einer Empfehlung des Landtags auf drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) verzichten. Der Bildungsausschuss des Landtags appellierte an Schulen, stattdessen auf kabelgebundene Netzwerke zurückzugreifen. Dadurch sollen mögliche, durch Strahlung bedingte Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden, so die Begründung.
Hintergrund der Empfehlung sind die Erkenntnisse einer zurückliegenden Mobilfunk-Anhörung im Landtag, wonach es nicht sinnvoll sei, die Kinder und Jugendlichen den Strahlenbelastungen durch WLAN auszusetzen. So seien die Fragen nach altersabhängiger Energieaufnahme und Energieverteilung im kindlichen Kopf noch nicht befriedigend beantwortet, hieß es in der Anhörung.
Unnötiges Risiko vermeiden
Abgeordnete aller Fraktionen betonten, es gelte mögliche Schäden in einer frühen Lebensphase unbedingt zu vermeiden. Deshalb müsse die Reduzierung der Strahlenbelastung in den Klassenräumen Priorität haben. Damit schlossen sich die Parlamentarier weitgehend der Argumentation des Bundesamts für Strahlenschutz an, das in der Mobilfunk-Anhörung diese Argumente vertreten hatte.
Kein verbindlicher Beschluss
Der Bildungsausschuss des Landtags dagegen konnte sich lediglich zu einer Empfehlung zum Thema WLAN an Schulen durchringen. Der Grund: Bei einer Anordnung, auf mobile Netzwerke zu verzichten, müsste der Freistaat für anfallende Kosten aufkommen - etwa für das Verlegen von Kabeln. Nun haben jeweils die "Sachaufwandsträger" das letzte Wort. Die Schulen also entscheiden, ob auf WLAN verzichtet werden soll.
Bayerischer Rundfunk
www.br-online.de/umwelt-gesundheit/artikel/0703/22-wlan-in-schulen/index.xml
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WLAN: Gesundheitsrisiko „klein“...?
Kritische Stellungnahme der Bürgerwelle Schweiz
zum Bericht BAG/BAKOM/BAFU
„Risikopotenzial von drahtlosen Netzwerken“ vom Januar 2007
mit Medienmitteilung vom 16.März 2007
Ausgangslage
Der Antagonismus von Praxiserfahrungen und Wissenschaftsmeinung beherrscht die gesamte aktuelle Mobilfunkdiskussion. Die vorliegende Stellungnahme ist vor dem Hintergrund dieses Antagonismus zu sehen. Dieser kann folgendermassen charakterisiert werden:
In der Praxis ist die Existenz empfindlicher („elektrosensibler“) Personen , die unter Mobilfunkstrahlungsexposition (GSM, UMTS, DECT, WLAN...) üblicher Feldstärken spontane Beschwerden haben, absolut evident. Man kann von einer in zahllosen Einzelfällen geprüften und dadurch erhärteten Erfahrungstatsache sprechen. Ausserdem wird eine Auslösung oder beschleunigte Entwicklung veranlagter Krankheiten beobachtet, dies oft unabhängig von der Existenz einer „Elektrosensibilität“. Manchmal wird auch die Psyche der Betroffenen in Mitleidenschaft gezogen, was angesichts der ständigen Beschwerden nicht verwundert.
Die öffentlich herrschende Wissenschaftsmeinung betrachtet sowohl die Existenz elektrosensibler Personen als auch eine Gesundheitsschädlichkeit niedrigintensiver (nicht thermisch wirkender) elektromagnetischer Strahlung als (noch) nicht erwiesen. Diese Meinung basiert auf der Anwendung sehr strenger Beweiskriterieni, bei deren Einhaltung der Beweis für den Schutz der Bevölkerung – wenn überhaupt je – immer zu spät erbracht werden wird. Ausserdem versucht vor allem auch die WHO, „selbstdeklarierte“ Elektrosensibilität als ein von der Psychiatrie zu behandelndes Phänomen zu erklären. – Diese herrschende Wissenschaftsmeinung wird indessen von mehreren unabhängigen, anerkannten Forschern nicht geteilt. Aufgrund eigener und fremder Forschung unterstützen sie die in der Praxis gewonnene Evidenz der Schädlichkeit der Strahlung.
Widersprüche in Bericht und Medienmitteilung BAG/BAKOM/BAFU
Selbst einem nicht fachkundigen, unvoreingenommenen Leser von Bericht und Medienmitteilung müssen folgende eklatanten Widersprüche ins Auge springen:
Einerseits wird zugestanden, dass
es Hinweise auf nichtthermische (biologische) Auswirkungen der Strahlung auch unterhalb der geltenden Grenzwerte gibt;
bisher keine Studien über gesundheitliche Auswirkungen der WLAN-Strahlung existieren;
Fragen offen sind bezüglich Elektrosensibilität und einer besonderen Empfindlichkeit von Kindern,
und es wird vorausgesagt, dass die (auf 2010 zu erwartenden) Ergebnisse des Nationalen Forschungsprogramms NFP 57 zur Verbesserung des Kenntnisstandes beitragen werden.
Andererseits wird verkündet, dass
die WLAN-Strahlung „relativ schwach“ sei, so dass das Gesundheitsrisiko auch für Kinder als klein eingestuft werden könne, und dass
nach „aktuellem Wissensstand“ kein Regelungsbedarf bestehe.
Zu diesen offensichtlichen Widersprüchen ist folgendes zu sagen:
Dass die WLAN-Strahlung „schwach“ sei, wird abgeleitet aus der Tatsache, dass ihre Intensität nur einen kleinen Bruchteil des Immissionsgrenzwertes von 61 V/m ausmacht. Dieser Immissionsgrenzwert gilt jedoch für die kumulierte Hochfrequenzstrahlung aller Quellen inklusive WLAN an beliebigen Orten. Ausserdem schützt er definitionsgemäss nur vor den thermischen Wirkungen. Er ist unter allen vorkommenden Praxisbedingungen im Alltag sowieso immer eingehalten.
Der 10-mal tiefere Anlagegrenzwert, der sinngemäss für WLAN-Anlagen eher angewendet werden könnte, gilt nur für ortsfeste Sender, also z.B. für Mobilfunk-Basisstationen („Antennen“). Er gilt nicht für die zwar viel leistungsschwächeren, aber auch viel näher beim Anwender sich befindlichen Einzelgeräte wie Handys, DECT-Telefone oder WLAN-Installationen. Für Einzelgeräte gibt es keine gesetzlich bindenden Grenzwerte.
Im Nahbereich eines WLAN Access Points (Router) oder an einem mit WLAN-Strahlung sendenden Computer ist man sehr wohl WLAN-Strahlungsintensitäten in einer Grössenordnung ausgesetzt, wie sie in Gebäuden infolge der Einstrahlung naher GSM-/ UMTS-Mobilfunkantennen vorkommt.
Aus diesen drei Punkten ergibt sich zwingend, dass WLAN-Strahlung nicht schwach ist; andernfalls wäre jegliche Strahlung aus irgendwelchen anderen Quellen, die den Anlagegrenzwert einhalten müssen, ebenfalls „schwach“, und es bestünde nirgendwo Regelungsbedarf
Unzutreffende Aussagen und Lücken im BAG/BAKOM/BAFU-Bericht
Die Motive, die hinter diesem Bericht stehen, können beurteilt werden anhand der Frage: Was ist im Bericht falsch, ungenau oder tendenziös dargestellt, und was wird verschwiegen? Dazu seien die folgenden Punkte genannt („fett“ die Behauptung im Bericht):
„Es besteht kein Zusammenhang zwischen Handybenutzung und Hirntumor.“
Dies ist falsch. Richtig ist: Es gibt Studien, die keinen Zusammenhang fanden (negativ), und Studien, die sehr wohl ein erhöhtes Tumorrisiko fanden (positiv). Wer nur die negativen Studien anerkennt, zeigt damit, dass er eine Schädlichkeit der Handystrahlung nicht wahrhaben will. – Prof. M. Kundi, Universität Wien, im Dokumentarfilm „Der Handykrieg“: „Sie finden bei Studien, die lange Beobachtungszeiten – lange Latenzzeiten – einschliessen, regelmässig ein erhöhtes Risiko.“
„Der Einfluss von Mobilfunkantennenstrahlung auf die Anwohner ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen.“ Dies entspricht nicht dem wahren Sachverhalt. Richtig ist: Es gibt erst wenige Studien im Umfeld von Antennen. Die Studie von Hutter et al. (2006)ii zeigt einen signifikanten Zusammenhang von Beschwerden der Anwohner mit der Strahlungsintensität infolge GSM-Mobilfunk in ihren Schlafzimmern, wobei die Probanden nach dem Zufallsprinzip aus dem Telefonbuch herausgesucht wurden, also die Durchschnittsbevölkerung repräsentieren. Diese Studie ist „peer reviewed“ (= von Experten des Herausgebers geprüft) in einer konservativen wissenschaftlichen Zeitschrift publiziert worden. – Andere Studien, die auch Zusammenhänge zeigen, sind nicht „peer reviewed“, kommen aber ebenfalls zu eindeutigen Ergebnissen. – Bezüglich der Schweizer UMTS-Nachfolgestudie von 2006 bestehen erhebliche Zweifel an ihrer wissenschaftlichen Unabhängigkeit und an der Repräsentativität der Gruppe der „elektrosensiblen“ Probanden. Sie widerlegt keinesfalls die holländische UMTS-Studie, die sogar bei nichtsensiblen Probanden Beschwerden infolge UMTS-Strahlung gefunden hatte.
Verschwiegen wird im Bericht, dass Mobilfunkstrahlung heute eindeutig als gentoxisch (= die Erbsubstanz schädigend) eingestuft werden muss. Die neuste Aussage von Prof. F. Adlkofer, Koordinator des europäischen REFLEX-Forschungsprojektes über Gentoxizität 2000-2004, wonach "... die bei GSM beobachtete gentoxische Wirkung durch UMTS bei weitem übertroffen wird"iii, ist noch alarmierender.
Die jahrelange, umfangreiche Praxiserfahrung mit der Schädlichkeit vor allem der niederfrequent gepulsten elektromagnetischen Strahlung (GSM, DECT, WLAN, UMTS, DAB...), die jetzt auch zu kritischen Erklärungen und Forderungen von Ärzten führtiv, v, wird im Bericht gänzlich ignoriert. – Der Verfasser der vorliegenden Stellungnahme kann aufgrund seiner Beobachtungs- und Messerfahrung bei Betroffenen bezeugen, dass die WLAN-Strahlung z.B. in Mehrfamilienhäusern immer mehr eine wesentliche Ursache von Beschwerden wird, wie es die DECT-Schnurlostelefone bereits seit einigen Jahren sind. Der Einfluss einer WLAN-Anlage kann für empfindliche Personen z.B. bis ins übernächste Geschoss reichen. Die Betroffenen stellen eine besondere Aggressivität der WLAN-Strahlung fest. Es besteht die Hypothese, dass diese empfundene Aggressivität durch die 10 Hertz-Pulsung des Access Points im Standby-Betrieb verursacht wird, die im Bereich der Alpha-Gehirnwellen (8-12 Hertz) liegt und deshalb direkt auf das Zentralnervensystem einwirkt.
Die Empfehlungen der Bundesämter zum Umgang mit WLAN
Immerhin sehen sich die Bundesämter doch zu Empfehlungen für einen strahlungsarmen Umgang mit drahtlosen Netzwerken veranlasst.
Die Empfehlung, WLAN bei Nichtgebrauch abzuschalten, ist korrekt. Sie ist wichtig, weil bisher in der Praxis die WLAN Access Points meist rund um die Uhr in Betrieb sind. In der Bevölkerung ist diesbezüglich kein Bewusstsein vorhanden. Dieses fehlende Bewusstsein rührt jedoch vor allem davon her, dass staatlicherseits immer verbreitet wird, bei Strahlungsimmissionen unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte bestehe kein Anlass zur Sorge.
Die Empfehlung, vom Access Point zu den Arbeits- Aufenthalts-, Spiel- oder Ruheplätzen bloss 1 Meter Abstand einzuhalten, ist geradezu als fahrlässig zu bezeichnen.
Insgesamt genügen die Empfehlungen den Anforderungen eines verantwortungsvollen Gesundheitsschutzes nicht. Vor allem fehlt auch der Hinweis, dass z.B. in Schulen, Heimen und Krankenhäusern keine WLAN-Anlagen installiert werden sollten.
Abschliessende Bewertung des BAG/BAKOM/BAFU-Berichtes und der Medienmitteilung vom 16.03.07
Widersprüchlichkeit, unzutreffende Aussagen und Weglassung von Fakten, Nichtberücksichtigung der umfangreichen Praxiserfahrungen sowie ungenügende Empfehlungen zum Umgang mit der WLAN-Technik führen zur Frage, ob das Motiv dieses Berichtes und der Pressemitteilung eher in der Verfolgung wirtschaftspolitischer Zwecke liegt. Dem Schutz der Gesundheit dienen sie jedenfalls nur ganz ungenügend.
Die Hauptwirkung dieser Veröffentlichung des Bundes wird nicht die Sensibilisierung der Bevölkerung für den eigenen Gesundheitsschutz sein. Vielmehr wird mit dieser Verharmlosung erreicht, dass die weitere Verbreitung der WLAN-Technik nicht wesentlich behindert wird. Offensichtlich sollen der Elektronikindustrie in Bezug auf den Absatzmarkt Schweiz keine Handelshemmnisse in den Weg gelegt werden.
Esslingen, 20. März 2007
Peter Schlegel
WLAN: St. Gallen bietet gratis Internet für alle
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Auszug aus der Meldung von news.ch vom 22.12.06:
St. Gallen - Ab März 2007 soll die gesamte Bevölkerung der Stadt St. Gallen einen kostenlosen Internetzugang erhalten: Die erste Testphase des Opensource-Netzwerkes in St. Gallen wurde am Donnerstag gestartet. Geplant sind drei Antennen. (ht/sda)
Das Projekt «Wireless St. Gallen» sei eines der ersten flächendeckenden Drahtlos-Internet-Angebote der Schweiz, das der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht werde, hiess es an einer Medienkonferenz. Vergleichbare Projekte gebe es in Berlin, Leipzig und Wien.
Initiiert wurde das Wireless St. Gallen-Projekt durch Mitarbeitende des Organisations- und Informatik-Amts (OIA) der Stadt zusammen mit der Technischen Hochschule Rapperswil, der Studentenschaft der Universität St. Gallen, den St. Galler Stadtwerken und der Gruppierung «openwireless.ch St. Gallen». Es ermögliche die Weiterentwicklung der Kommunikationsinfrastruktur der Stadt, sagte Stadtpräsident Franz Hagmann. Ein kostenloser Internetzugang sei ein Grundbedürfnis, sagte der Leiter der Stadtwerke, Ivo Schillig an der Medienkonferenz. Bis Ende Februar 2007 testen Studierende das Projekt.
Drei Sendestationen sollen auf dem Gebiet der Stadt St. Gallen ein Basis-Funknetzwerk verbreiten und den Internetzugang gewährleisten. Zwei Antennen sind bereits in Betrieb. Spezielle Wireless-Router empfangen das Signal der Antenne und verbreiten es. Damit das System funktioniert, ist die Mitwirkung der Bevölkerung nötig: 20 Router wurden bereits bei Studierenden installiert. «Wireless St. Gallen» kann nur flächendeckend betrieben werden, wenn ein genügend dichtes Netz von privaten Routern in den Haushalten besteht, wie Projektleiter Urs Kofmehl erklärt.
Pilotprojekt für «City WLAN»
Auszug aus der Meldung von news.ch vom 30.10.06
Köniz - Die Berner Gemeinde Köniz führt auf ihrem Gebiet einen einjährigen Pilotversuch mit dem sogenannten «City WLAN» durch. (ht/sda)
Die Technologie ermöglicht auf grösserer Fläche den drahtlosen Breitbandanschluss ans Internet. Heute bestehen drahtlose Internetzugänge zumeist im Innern von Gebäuden, etwa in Hotels, Kongresszentren, Flughäfen oder Bahnhöfen. Im Gegensatz zu diesen Hotspots soll «City WLAN» nun den drahtlosen Internetzugang auch im Freien und auf einer grösseren Fläche ermöglichen, wie die Gemeinde Köniz mitteilt.
Die Swisscom installiert für den Pilotversuch kleine Antennen vorwiegend auf öffentlichen Gebäuden und Beleuchtungskandelabern. Die Antennen weisen nach Angaben der Gemeinde eine geringe Sendeleistung von 0,1 Watt auf. Für ihre Installation und die Inbetriebnahme brauche es weder eine Baubewilligung noch eine Bewilligung gemäss Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung.
Kommentar der Bürgerwelle Schweiz: Mit der Verbreitung von WLAN-Netzen nehmen jetzt auch die dadurch verursachten Beschwerden zu. Das ist eine Erfahrungstatsache. Es ist unverantwortlich, dass die zuständigen behördlichen Stellen Hand bieten für derartige öffentliche WLAN-Netze und sich für deren Funktionieren erst noch auf die immer stärkere Durchdringung der privaten Haushalte mit WLAN verlassen. – Leider sind die Beschwerden infolge WLAN nicht immer von den Beschwerden infolge der mittlerweile fast in jedem Haushalt installierten DECT-Schnurlostelefone zu trennen. Wenn aber der Wohnungsnachbar bereit ist, bei Nichtbenützung oder zumindest nachts den WLAN-Router auszuschalten und die Beschwerden dann ausbleiben, ist die Ursache klar. Derselbe Versuch kann mit dem nächtlichen Ausstecken des DECT-Schnurlostelefons gemacht werden. Man sollte jedoch solche Versuche nur mit einem Gerät aufs Mal machen, damit man die Ursache zweifelsfrei ermitteln kann.
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WLAN-Städte als Strahlenfallen: Wohin sollen Betroffene noch fliehen?
Gratis-Internet in Städten: Jetzt geht’s los – das ist der Titel in CASHdaily vom 13.9.06. Wireless-Firmen rüsten Schweizer Städte mit Breitband-Internet zum Nulltarif auf. Die ersten Projekte sollen bereits laufen. - In den Städten werden alle 100 Meter Zugänge (Access Points) für WLAN installiert. Alle internetfähigen Geräte mit WLAN-Karte können sich dann gratis ins Internet einwählen. Über dieses Breitband-Netz sollen die Nutzer auch gratis telefonieren können. Das Gratis-Angebot soll durch Werbung finanziert werden, die man zuerst über sich ergehen lassen muss. Bis zum Jahr 2009 will eine dieser WLAN-Firmen 40% der Stadt Bern damit versorgen; der Ausbau sei schon im Gang.
Ganz Luzern kabellos. Nach anderen Zeitungsmeldungen vom 13.-15.9.06 wird in Luzern das erste flächendeckende WLAN-Stadtnetz der Schweiz aufgebaut. Es erlaubt in der ganzen Stadt einen kabellosen Zugriff aufs Internet. Aufgebaut wird das WLAN-Netz durch den Luzerner Energieversorger EWL zusammen mit Partnern. Eigentümer und Vermieter des Netzes wird die Stadt Luzern sein. EWL wird selber nicht als Provider auftreten, sondern das Netz den Dienstanbietern aus der Mobilfunk- und Telekommunikationsbranche zur Verfügung stellen. Hier wird das Surfen den Nutzer etwas kosten. Ein Pilotprojekt an der Pilatusstrasse ist abgeschlossen, nun soll in einer ersten Phase bis Ende 2006 das Zentrum der Stadt erschlossen werden. Beendet wird der Ausbau frühestens 2008 sein.
Unser Kommentar: Seitens der Netzaufbauer wird beruhigend von sehr geringen Strahlungswerten gesprochen. Aber dieses „sehr gering“ orientiert sich an dem (für WLAN nicht geltenden und nur zum Vergleich herangezogenen) Anlagegrenzwert von 6 V/m. Dieser jedoch ist gemäss den Praxiserfahrungen um Grössenordnungen zu hoch. Ein Access Point an einem Beleuchtungskandelaber vor der Hausfassade kann in einem Zimmer zu beträchtlichen Strahlungswerten führen. Messungen in 5 deutschen Städten ergaben Werte von 0.05 bis 3.0 V/m (Ökotest 11/2002), solche an der Uni Bremen 0.02 bis 1.0 V/m. – Es besteht zunehmend die Gefahr einer ganz anderen, neuen „Zweiklassen-Gesellschaft“: Auf der einen Seite die von der Technik faszinierten Menschen, die von der Strahlung (noch) nichts verspüren und durch ihr Verhalten diese Art von Zivilisation fördern, auf der anderen Seite der zunehmende Bevölkerungsanteil derjenigen, die auf sich stetig verstärkende Umweltstressoren (Elektromagnetismus; Chemie in Nahrung und Lebensumgebung; Luftverschmutzung und anderes mehr) immer empfindlicher reagieren, dadurch in ihrer Lebensqualität immer mehr eingeschränkt werden und sich den Einwirkungen unter anderem durch Flucht zu entziehen versuchen müssen, soweit das überhaupt noch möglich ist.
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Wussten Sie,
wenn Sie sich per Notebook oder PC in eine
WLAN* Computer-Funkverbindung
(*Wireless Local Area Network) einwählen oder sich in deren Bereich aufhalten,
• dass WLAN-Strahlung gepulst ist, d.h. aus Einzelimpulsen besteht, die im starren Takt aufeinanderfolgen, und dass die Standby-Strahlung der Access Points eine Pulsfrequenz von 10 Hertz (10 Impulse pro Sekunde) hat – und dass diese 10 Hertz-Pulsfrequenz exakt im Bereich der Alpha-Gehirnwellenfrequenz von 8 – 12 Hertz liegt? (
mehr über die Pulsung)
• dass Sie bei der Arbeit mit dem Notebook-Computer oder PC auf dem Tisch bei aktiver WLAN-Verbindung einer Strahlungsintensität von etwa 0.5 V/m (500 µW/m²) mit Spitzenwerten bis 1 V/m (2500 µW/m²) und mehr ausgesetzt sind? Dieser Strahlungswert ist etwa gleich hoch wie derjenige, dem Sie in den obersten Geschossen städtischer Gebäude wegen der von aussen hereindringenden Mobilfunkstrahlung ausgesetzt sind).
• und dass die WLAN-Strahlungsintensität, noch höher ist, wenn Sie das Notebook direkt auf dem Schoss bedienen? Dann wird Ihr Körper mit Strahlungswerten belastet, die im Bereich des für GSM- und UMTS-Mobilfunkantennen (Basisstationen) geltenden (für einen wirksamen Gesundheitsschutz aber viel zu hohen) Anlagegrenzwertes von 6 V/m (100'000 µW/m²) liegen. Haben Sie sich schon überlegt, dass dann vor allem auch die Blase und die Fortpflanzungsorgane davon betroffen sind?
• dass Sie sich bei der Arbeit mit WLAN am Computer zwangsläufig im Sendebereich eines WLAN Access Points (= WLAN-Router) befinden und von dorther zusätzlich bestrahlt werden? Und dass der entsprechende WLAN-Strahlungswert, dem Sie und andere Menschen dadurch ausgesetzt sind, im Nahbereich des Access Points (bis etwa 2 Meter vom Access Point entfernt) weitere 1 bis 2 V/m (2500 - 10'000 µW/m²)betragen kann? Und dass auch Menschen in angrenzenden Räumen noch von dieser durch Wände und Decken zwar abgeschwächten, aber dennoch wirksamen Strahlung betroffen sein können?
• dass jetzt immer häufiger ganz konkret nicht nur von Beschwerden infolge Mobilfunkantennen und DECT-Schnurlostelefonen, sondern zunehmend auch von Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen usw. infolge WLAN-Anlagen berichtet wird? Dass deshalb WLAN-Anlagen für empfindlichere Menschen auch immer mehr zu einer direkten Behinderung am Arbeitsplatz oder in Schule und Studium werden?
Deshalb…
• wählen Sie am besten Kabelübertragung für Internet-Zugang und Vernetzung von Computern. Die Kabelübertragung vermeidet nicht nur die risikoreiche WLAN-Strahlung, sondern ist auch weniger anfällig auf Störungen.
• sollen in Wohnhäusern, Schulen, Krankenhäusern, Heimen usw. grundsätzlich keine WLAN-Systeme eingesetzt werden, und im Bereich von Schlaf- und Kinderzimmern hat WLAN erst recht nichts zu suchen,
• erwarten immer mehr Gäste im Hotel nicht die Auskunft „Selbstverständlich haben wir WLAN“ – sondern „Nein, wir haben bewusst kein WLAN; das Wohlergehen unserer Gäste ist uns wichtiger!“
• sollen (unvermeidliche) WLAN-Anlagen stets mit der niedrigsten Sendeleistung betrieben werden, die für einen störungsfreien Betrieb benötigt wird,
• sollen WLAN-Router abgeschaltet oder das Kabel aus der Steckdose gezogen werden, wenn nicht damit gearbeitet wird (vor allem nachts in bewohnten Gebäuden!),
• schalten Sie die WLAN-Karte Ihres Notebook-Computers am besten immer aus, wenn Sie nicht mit der Internet- oder Netzwerkverbindung arbeiten. Das heisst Schalter oder Knopf am Notebook AUS und/oder Deaktivierung über die Software (z.B. Windows XP: „Start“ – „Verbinden mit“ – „drahtlose Netzwerkverbindungen“, dort auf das Icon "drahtlose Netzwerkverbindung" rechtsklicken und "Deaktivieren" auswählen)
• halten Sie an Arbeits- und Aufenthaltsplätzen einen möglichst grossen Abstand vom nächsten WLAN-Access-Point (Router), nämlich mindestens zehn, besser 20 Meter.
diesen Text als 2-seitiges Merkblatt mit Bildern im pdf-Format
denselben Text A4 quer ohne Bilder im pdf-Format
denselben Text als zweiseitig zu kopierendes A5-Flugblatt
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